Auf den Spuren der Vulkane

Foto Laacher SeeMit einem langen Tag begann am FMG für die Geographie-Kurse der Jahrgangsstufe EF die Woche nach den Herbstferien: In der Eifel und im Siebengebirge konnten einige der in Mitteleuropa vorkommenden Vulkantypen erkundet und deren Eruptionsgeschichte nachvollzogen werden. Hierbei handelte es sich um den erloschenen tertiären Vulkanismus des Siebengebirges mit Stau- und Stauchkuppen sowie den aktiven quartären Vulkanismus der Laacher-See-Region mit Schlackenkegeln und Schichtvulkanen. Besonders die massigen Ablagerungen des letzten großen Ausbruchs des Laacher-See-Vulkans von ca. 12930 v. Chr. an der Wingertsbergwand beeindruckten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Exkursion nachhaltig. Eine anschließende Wanderung um die Caldera dieses Vulkans verdeutlichte das Ausmaß des Ausbruchs, dessen Auswürfe sogar in Südschweden und Norditalien nachweisbar sind. Am Ostufer des Sees, der heute in der Caldera liegt, konnten zudem aufsteigende Gase beobachtet werden (sogenannte „Mofetten“), die nach neuerer Forschung darauf hindeuten, dass dieser Vulkan immer noch sehr aktiv ist.

Nach einer kurzen Fahrt durch das Brohltal mit seinen pyroklastischen Ablagerungen und entlang des Rheins stand das Siebengebirge mit seinen basaltischen Intrusionen im Fokus. Mit dem Weilberg bietet sich hier die einzigartige Möglichkeit, einen Querschnitt durch einen großen Vulkan zu besichtigen, da die Hälfte des Berges in Steinbrüchen abgetragen wurde.

Das Foto zeigt die bilingualen Geographie-Kurse vor den enormen Ablagerungen des Laacher-See-Ausbruchs an der Wingertsbergwand bei Mendig.

Markus Köhn

Gast aus Tschechien am FMG

Foto Maria und AnnetteSo wie es seit vielen Jahrzehnten den regelmäßigen Schüleraustausch am FMG gibt, so findet auch ein Lehreraustausch statt: Die 40jährige Maria Vokalova ist eine tschechische Lehrerin, die in einem Dorf ca. 130km von Prag entfernt Englisch unterrichtet. Das tschechische Bildungsministerium hat ein Programm aufgelegt, im Rahmen dessen sie verpflichtet ist, eine Woche lang in einer Schule eines anderen EU-Landes den Englisch-Unterricht zu beobachten und hilfreiche Tipps für ihren eigenen Unterricht zu gewinnen. Vom 27. September bis 3. Oktober 2015 hat sie daher ihren Mann und ihre zehnjährige Tochter zurückgelassen und ist am FMG zu Gast. Hier besucht sie Lerngruppen von Klasse 5 bis zur Q2. Für besonders spannend hält sie dabei bilinguale Stunden, in denen Biologie, Erdkunde oder Sozialwissenschaften in englischer Sprache unterrichtet werden. Auch für die Fachschaft Englisch ist der Besuch Maria Vokalovas interessant und bietet viele Ansatzpunkte für aufschlussreiche Gespräche, längst nicht nur über den Vergleich des tschechischen und deutschen Bildungssystems.

Nach nur wenigen Tagen fühlt sich Maria Vokalova „schon fast wie zuhause“ in der englischen Fachschaft. Und so wird dieser Besuch begleitet von Einladungen in die tschechische Republik und von dem Eindruck, neue Freunde – auch über Grenzen hinweg – gewonnen zu haben.

Annette Leuthen