Vielfalt als Stärke: Internetwettbewerb Französisch

Foto Französisch 2017Unter dem Motto Vielfalt ist unsere Stärke: unis dans la diversité richteten das Institut français und der Cornelsen Verlag auch in diesem Jahr anlässlich des Jahrestages des Élysée-Vertrages den Internetwettbewerb Französisch aus. In welchen Ländern gibt es mehr als zehn Millionen Frankophone? Und welchen Laden steuert man an, wenn man ein Croissant kaufen möchte? Diese und weitere Fragen galt es zu beantworten. Fünf Gruppen aus den Klassenstufen 7 und 8 des FMG stellten sich unter Leitung von Frau Hommen und Frau Charbonnier dieser Herausforderung. Hoch motiviert und mit großem Elan bearbeiteten die Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen die knapp 100 Fragen zu den unterschiedlichen Themenbereichen auf Französisch.

Die Fachschaft Französisch freut sich sehr, dass es dieses Jahr so viele Teilnehmer gab. Noch viel mehr freuen wir uns über die tollen Ergebnisse: Im Niveau zwei erreichten die Gruppen aus der Klassenstufe 7 den 74. und 67. Platz von insgesamt 95 Teilnehmern. Im Niveau drei belegten die Gruppen aus der Klassenstufe 8 den 63. Und 43. Platz von insgesamt 136 Teilnehmern. Ein besonderer Glückwunsch geht an die Gruppe aus der 8b, die mit ihren Antworten den 18. Platz erzielen konnte.

 Merci d’avoir participé au concours et toutes nos félicitations!

Sabine Hommen und Léa Charbonnier

 

 

 

„Wir lernen in Sowi ja wirklich Sinnvolles!“

Fahrt zum Europäischen Parlament der Sowi-Kurse Q1 und Q2

Visitors group Petra KAMMEREVERT

Als die Schüler*innen der Sowikurse Q1 und 2 morgens um 7.45 Uhr den Bus bestiegen, der sie nach Brüssel zum europäischen Parlament bringen sollte, ahnten sie noch nicht, wie ereignisreich der Tag und wie vielfältig die Eindrücke werden sollten.

Bereits unser Stadtführer Herr Du Ban, der zehn Jahre zuvor bereits selbst als Forscher für Integrationsprojekte in Europa für die EU Kommission gearbeitet hatte, schenkte uns eine recht ungewöhnliche Perspektive auf die europäische Hauptstadt. Neben dem Atomium und Kunst von Rodin stand eine eher soziologische Annäherung an Brüssel auf dem Plan. Der prunkvolle und berühmte Marktplatz Brüssels stand im starken Kontrast zu den zuvor befahrenen Stadtteilen und den Informationen, die wir erhalten hatten: 22% Arbeitslosigkeit, in manchen Stadteilen fast 50%, Integrationsschwierigkeiten, der Konflikt zwischen Wallonie und Vlandern.

Der Vergleich mit dem momentanen Zustand der EU drängte sich geradezu auf – und so waren wir mitten drin im Thema, bevor wir das EU Parlament überhaupt betreten hatten.

Dort begrüßte uns Frau Petra Kammerevert (S&D), die Wahlkreisabgeordnete Mönchengladbachs. Die Schüler*innen waren begeistert: Statt diplomatischer Antworten ging Frau Kammerevert stets auf den Punkt von Fragen ein, bezog Stellung, benannte Probleme.

Sehr nahbar und menschlich wirkte sie dadurch und machte die Arbeit von Parlamentsabgeordneten damit umso verständlicher und greifbarer – und veränderte bei vielen das sich eingeprägte Bild eines verstaubten Politikers.

Das Highlight war sicherlich der Besuch des Europäischen Parlaments mit seinen Dolmetscherkabinen, durch die die Simultanübersetzung aus 24 Sprachen erfolgte. Doch wir hatten noch viel mehr Glück: Jean-Claude Juncker, der EU-Kommissionspräsident, saß mit im Parlament und die Sowi-Kurse des FMG durften Zeug*innen einer wohl historischen Debatte werden, die eine Reaktion auf seine zuvor gehaltene Rede zur Zukunft der EU nach dem Brexit war. Trotz der fremden Sprachen und der anfänglichen Unwissenheit bezüglich des Themas waren sich die Schüler*innen dieses besonderen Moments sehr bewusst, wie sie bei der Nachbearbeitung im Unterricht beeindruckt deutlich machten. Sie erlebten Argumente der Parlamentarier*innen, emotionale Ausbrüche und die Reglementierung durch den neuen EU Parlamentspräsidenten.

Den zukünftigen Abiturientinnen und Abiturienten fielen die Parallelen zum Unterricht auf. „Ich hätte nicht gedacht, dass ich Politik wirklich verstehe“, sagte eine Schülerin anschließend von sich selbst überrascht.

„In Sowi lernen wir ja wirklich Sinnvolles!“, war das Fazit einer weiteren Schülerin.

Katja Vollbach