Fußballerinnen im Landesfinale

Foto Fußball Landesfinale 2018Ohne Gegentor haben  die Fußballerinnen des FMG die Regierungsbezirksmeisterschaft der Schulen gewonnen und sich für das Landesfinale am 5. Juni in Leverkusen qualifiziert. In Solingen setzten sich die Mädchen der Jahrgänge 2002 und jünger in dieser Woche jeweils mit 1:0 gegen die Konkurrenz aus Duisburg, Langenfeld und Düsseldorf durch. Bereits 2013 und 2014 hatte es eine Mannschaft vom Asternweg unter die letzten fünf in Nordrhein-Westfalen geschafft, vor fünf Jahren gelang der Sprung zum Bundesfinale nach Berlin. Herzlichen Glückwunsch und auf ein Neues!

Das Foto zeigt (oben von links) Betreuer Hans Kellers, Laura Kaiser, Mara Rödiger, Anna Häberer, Kea Kellers, Jule Kellers, Marie Müller, Lisa Wimmers, Anna-Lena Käufer, Elena Esser und (unten) Herrn Schippers. Es fehlen Finja Koch und Louisa Schmitz.

Die Europawoche am FMG: Europapolitik ganz nah

Einer Europawoche kommt an einer Europaschule eine besondere Bedeutung zu. So freute sich das Franz-Meyers-Gymnasium außerordentlich, mehrere für Mönchengladbach bedeutende Politikerinnen und Politiker an der Schule begrüßen zu dürfen. Die Jahrgangsstufen 7, 9 und Q1 bereiteten hierzu mit ihren Lehrerinnen und Lehrern Fragestunden, Projekte und Diskussionen vor.

Den Anfang machten am Freitag (04.05.2018) Gülistan Yüksel (MdB, SPD) und Jochen Klenner (MdL, CDU), die sich als Interviewpartner für die 9. Klassen des Franz-Meyers-Gymnasiums zur Verfügung stellten. Während bei Frau Yüksel nach einem EU-Quiz vor allem Fragen zu aktueller Politik beantwortet wurden, stellte Herr Klenner die Frage in den Mittelpunkt, was Politik überhaupt ist und bedeutet. Beide machten mit viel Herzlichkeit deutlich, dass Politik nicht einfach nur „dort oben“ oder „weit weg“ stattfindet, sondern direkt vor Ort, mitten unter uns. Mit viel Einsatz warben sie vor allem für mehr politisches und gesellschaftliches Engagement bei der Jugend.

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Herr Klenner im Interview

Frau Yüksel verwies auf die Bedeutung von Wahlen, gab aber zudem ganz praktische Beispiele, wie auch Jugendliche ihre Interessen in die Politik weitertragen könnten: So gäbe es Jugendorganisationen von jeder Partei, aber Politiker und Politikerinnen seien auch immer Ansprechpartner und freuten sich über Briefe. Herr Klenner machte deutlich, dass sich viele Schülerinnen und Schüler bereits engagierten und ihnen einfach nur nicht bewusst sei, wie politisch ihre Arbeit ist. Denn, so die Quintessenz, wenn Politik die Regeln unseres Zusammenlebens gestaltet, ist dann nicht jegliches Engagement politisch? Das Feedback der Schülerinnen und Schüler jedenfalls war durchweg positiv und einige schienen ermutigt, schon bald Stift und Papier in die Hand zu nehmen und die eine oder andere Frage per Brief an die Politiker zu stellen.

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Frau Yüksel stellt sich und Europa vor.

Am Montag (07.05.2018) nahmen sich zu diesem Anlass Frau Petra Kammerevert (MdEP, SPD, Vorsitzende des Ausschusses für Kultur und Bildung) und Herr Dr. Günter Krings (MdB, CDU) die Zeit, an unsere Schule zu kommen. Moderiert vom Leistungskurs Sozialwissenschaften der Q1 stand bei Frau Kammerevert das Thema der Europäischen Identität im Mittelpunkt, beziehungsweise die Frage, wie Menschen für ein Mehr an Europa gewonnen werden können – gerade in Zeiten eines erstarkenden Nationalismus innerhalb Europas. Mit viel Gespür für die Interessen und Sprache der Schülerinnen und Schüler brachte Frau Kammerevert ihnen die EU näher, machte sie konkreter und greifbarer. Deutlich betonte sie, dass ein Heimatgefühl einerseits und ein Zugehörigkeitsgefühl zur EU andererseits keinesfalls ein Gegensatzpaar bilden, sondern vielmehr eine Symbiose, die zusammen eine Europäische Identität gestalten. Alte Identitäten zu wahren und neue zuzulassen, sich über gemeinsame Geschichte und Kultur zu definieren, ohne Unterschiede gleich zu machen, sei ihre Herangehensweise. Und so sprach sie sich auch gegen Englisch als Amtssprache im Parlament aus.

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Frau Kammerevert im Gespräch mit unserern Schülern

Mit einem Herz für die Region („Natürlich war ich gestern bei der Fortuna im Stadion!“) und einer Leidenschaft für die EU („Der Reiz an EU-Politik ist, mit den unterschiedlichen Mentalitäten gemeinsam gute Lösungen für Bürgerinnen und Bürger zu finden!“) transportierte sie diesen Gedanken der Symbiose authentisch und lebendig. Auf die Frage, welche der Zukunftsvisionen des Kommissionspräsidenten Juncker sie selbst präferieren würde, antwortete sie mit einem eigenen Modell: Dort verstärkt EU-Politik zu betreiben, wo es notwendig ist, beispielsweise in der Steuer- und Sozialpolitik, die Regelungswut der EU in anderen Bereichen jedoch zurückzunehmen und nationalen und kommunalen Ebenen hier mehr zu vertrauen.

Was jedoch können nun Schülerinnen und Schüler für ein starkes Europa leisten? Auch hier wusste Frau Kammerevert konkrete Lösungen: Zivilcourage zeigen gegen Rassismus und Populismus, sich in Gesprächen für eine Weiterentwicklung der EU stark machen, sich engagieren in parteilichen und überparteilichen Organisationen und die Angebote der EU, wie zum Beispiel das Erasmus Plus-Projekt, wahrnehmen.

Kammerevert4Nach 60 Minuten in sehr angenehmer Atmosphäre verabschiedete sich Frau Kammerevert und hinterließ Interesse, Neugier, konkrete Handlungsvorschläge und Vorfreude auf den Besuch des EU-Parlaments der Sozialwissenschaftskurse im November.

Kammerevert2Herr Dr. Krings verriet dem Leistungskurs Geschichte der Q1während einer kurzen Vorstellungsrunde, dass er auch ein paar Semester Geschichte studiert hat und stellte die Nähe von Politik und Geschichte in den Vordergrund.

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Herr Dr. Krings mit den Moderatoren

Die moderierenden Schülerinnen und Schüler leiteten dann zu den inhaltlichen Schwerpunkten über: Europapolitik und europäische Geschichte. Herr Dr. Krings vermochte es, die Schülerinnen und Schüler in das Gespräch einzubinden und ging stets auf die Lebenssituation und die Interessen seiner Gesprächspartner ein. So wurde beispielsweise über den europäischen Einigungsprozess, die Bedeutung der Weltkriege, sowie über Nationalismus und Antisemitismus debattiert. Auch der internationale Terrorismus, die innere Sicherheit und der Themenbereich Migration stellten Diskussionspunkte dar.

Krings4Es fand ein ausgewogener und sachlicher Gedankenaustausch in lockerer Atmosphäre zwischen Schülerinnen und Schülern und ihrem Gastredner statt. Die Schülerinnen und Schüler waren jedenfalls begeistert.

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Am Mittwoch wird noch Herr Frank Boss (MdL, CDU) mit den siebten Klassen an einem Europaprojekt mitwirken, um zu zeigen, dass politische Bildung auch schon bei den jüngeren Schülerinnen und Schülern beginnen kann.

Die Gespräche zur Europawoche am FMG waren demnach sehr ertragreich für alle Beteiligten. Wir freuen uns auf eine Wiederholung!

Reaktion Frau Yüksel: https://mg-heute.de/diskussion-in-giesenkirchen-ich-wuensche-mir-einen-aufbruch-zu-einem-solidarischen-europa/

Katja Vollbach und Markus Köhn

Das FMG zum Schüleraustausch in Compiègne

Schüleraustausch mit unserer Partnerschule in Compiègne

Jan Wellem

Die französischen Gäste in Düsseldorf (März 2018)

Nachdem wir im März unsere Austauschpartner am FMG zu Gast hatten, ging es für uns, die Schüler der 8. und 9. Klassen, am 13.04.2018 nach Compiègne zum Gegenbesuch. Die Vorfreude war bei vielen von uns schon sehr groß.

Nach einer ungefähr 6-stündigen Busfahrt wurden wir mit offenen Armen in Compiègne empfangen. Anschließend ging jeder zu seiner Gastfamilie, um einen ersten Einblick in das Familienleben zu bekommen. Mit viel Engagement präsentierten die Franzosen uns ihr Land, ihre Kultur und ihre Sprache.

Unsere Partnerschule Unsere Partnerschule 2

An den ersten beiden Wochentagen unternahmen wir Ausflüge ohne unsere Austauschschüler. Das erste Ausflugsziel am Montag war das prähistorische Museum Samara in der Nähe von Amiens. Dort machten wir eine Führung, welche uns das Leben der früheren Zeit näher brachte. Anschließend besichtigten wir zusammen in der Innenstadt von Amiens die Kathedrale und durften danach in kleinen Gruppen die Stadt erkunden.

Vor der Kathedrale iin Amiens

Vor der Kathedrale in Amiens

Am zweiten Ausflugstag besichtigten wir die Biscuiterie Fossier, eine bekannte Keksfabrik in Frankreich, wo die berühmten „biscuits roses“ hergestellt werden. Nachdem wir einen Einblick in das Arbeitsleben der Biscuiterie bekommen haben, fuhren wir mit dem Bus in die Innenstadt von Reims, wo die wichtigste Kathedrale der französischen Geschichte steht; die Krönungsstätte der französischen Könige..

Kathedrale von Reims

Die Kathedrale von Reims

Am darauf folgenden Tag besichtigten wir einige Sehenswürdigkeiten in Compiègne, wie zum Beispiel den Schlosspark vom Palais de Compiègne, die Statue von Jeanne D’Arc und anschließend den Marktplatz. Gegen 11 Uhr kamen die Franzosen aus dem Unterricht zum Rathaus der Stadt, und dort wurden wir zusammen von der stellvertretenden Bürgermeisterin begrüßt.

Gruppenfoto alle mit Bürgermeisterin 18-04-18

Gruppenfoto mit der Bürgermeisterin von Compiègne

Schloss von Compiègne

Das Schloss von Compiègne

Am vierten und letzten Ausflugstag sind wir gemeinsam mit unseren Austauschschülern in die schöne Hauptstadt von Frankreich, Paris, gefahren. Dort angekommen machten wir eine Bootstour über die Seine und sahen die wichtigsten Sehenswürdigkeiten wie den Eiffelturm, die Kathedrale Notre Dame und den Arc de Triomphe. Nach der Bootstour fuhren wir in einen kleinen Park in der Nähe des Place de la Concorde und durften uns für einige Stunden in Gruppen durch Paris bewegen. Einige von uns gingen zum Tour Eiffel und machten Fotos, spazierten über die Champs-Elysées, zum Louvre oder setzten sich an die Seine um das schöne Wetter zu genießen.

Bootsfahrt auf der SeineEIffelturm

Nach dem Ausflug gingen wir in unsere Gastfamilien und verbrachten einen schönen letzten Abend. Am nächsten Morgen verabschiedeten wir uns traurig von den Austauschpartnern und den Familienmitgliedern und fuhren ab 9 Uhr wieder von Compiègne nach Mönchengladbach.

Insgesamt ist uns aufgefallen, dass die Leute aus Frankreich oft freundlicher und offener mit anderen Menschen umgehen und das Schulprinzip am Collège strenger ist als am Franz-Meyers-Gymnasium. Zum Beispiel wurde das Schultor nach dem ersten Klingeln geschlossen und die Schüler, die zu spät waren, mussten klingeln, um wieder rein zu kommen. Außerdem herrscht dort strenges Handyverbot. Zudem begrüßen sich alle Franzosen mit Küssen auf die Wangen und umarmen sich nicht wie bei uns. Zu den vollen Mahlzeiten lag oft Baguette und Käse auf dem Tisch.

Gruppenbild vor dem Schloss von Compiègne

Au revoir et à la prochaine! :)

Generell war es eine tolle Erfahrung für uns alle, diesen Austausch miterleben zu dürfen. Nach dieser einen Woche sind die Grundkenntnisse aus dem Französischunterricht deutlich gewachsen, und wir haben viele neue Leute kennen gelernt. Wir würden jedem diesen Austausch empfehlen, der Interesse hat, die Sprache auf einfache Weise zu verbessern. Jedoch muss man offen dafür sein, Neues zu lernen und versuchen sich anzupassen. Man muss im Voraus wissen, dass es nicht immer so leicht ist, wie man es sich vorstellt.

Der Schüleraustausch 2018 war sehr schön, und wir hoffen für alle, die ihn nach uns machen, dass ihr auch schöne Erfahrungen sammelt!

Ein Bericht von Maya Dittert, Ecem Güngör und Pauline Brauer