Ankündigung: Das MINT-Master-Schulquiz kommt zum FMG!

Vom 10. bis zum 18. Juni 2017 findet die sechste IdeenExpo in Hannover statt. Das Ziel dieser Messe ist es, Schülerinnen und Schüler für naturwissenschaftliche und technische Fragestellungen, Studiengänge und Berufe zu begeistern. Geboten werden dort spannende Live-Experimente, faszinierende Exponate, vielseitige Workshops und Live-Konzerte.

Vor dem Start der Ideenexpo macht das MINT-Master-Schulquiz deutschlandweit an 200 Schulen Station (MINT: Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik), auch um für die IdeenExpo zu werben. Am nächsten Montag (29.05.2017) wird das Team des MINT-Master-Quiz‘ das Franz-Meyers-Gymnasium besuchen.

10 Schülerinnen und Schüler werden daran teilnehmen. Ziel ist es, viele MINT-Aufgaben korrekt und in möglichst kurzer Zeit mit Hilfe des Computers zu bewältigen.

Die MINT-Fachkonferenzen freuen sich sehr über diese einzigartige Chance für unsere Schülerinnen und Schüler, ihr Fachwissen einmal anders anwenden und vertiefen zu können!

Das FMG wünscht jetzt schon viel Spaß und gutes Gelingen!

Frankreich-Austausch Teil 2: Compiègne am FMG

Unser diesjähriger Frankreichaustausch mit Compiègne erlebte seine Fortsetzung in Giesenkirchen: In der ersten Maiwoche besuchten uns (2. bis 9. Mai) die französischen Gastschüler am Franz-Meyers-Gymnasium! Ungeduldig wurden die Corres schon erwartet und am Asternweg in Empfang genommen. Nach der Begrüßung durch Herrn Bruder konnten unsere Gäste mit den deutschen Austauschpartnern nach Hause gehen und den ersten Abend in den Gastfamilien verbringen. Man kannte sich ja bereits!

Der erste Ausflug am Mittwoch führte uns nach Münster, wo die Stadt und der Friedenssaal des Rathauses im Rahmen einer Stadtführung besichtigt wurden.

MünsterAm Donnerstag stand der gemeinsame Ausflug nach Köln auf dem Programm. Hier konnten die deutschen und französischen Correspondants gemeinsam Zeit verbringen und die Stadt entdecken.

Freitags durften wir staunen über die „Wunder der Natur“: Im Gasometer in Oberhausen wurden wir durch die aktuelle, sehr beeindruckende Foto-Ausstellung geführt, die unbekannte Einblicke in die Tier- und Pflanzenwelt ermöglicht.

Am Wochenende hatten nun die französischen Schüler die Gelegenheit, das Leben in den Gastfamilien kennenzulernen. Sie nutzten die Zeit für Unternehmungen, Ausflüge in die Umgebung und Treffen mit anderen Correspondants.

IMG_5384editDer Schulalltag an einer deutschen Schule stand am Montag am FMG auf dem Programm: Die französischen Austauschschüler schnupperten in verschiedene Fächer und verschiedene Klassen hinein. So bekamen sie einen Eindruck, wie der Schulalltag ihrer deutschen Correspondants aussieht und konnten Unterschiede und Gemeinsamkeiten im Schulsystem entdecken.

In dieser Woche wurde viel gelacht, viel erlebt, viel Neues entdeckt, Freundschaften wurden vertieft: Die Franzosen wären gern noch in Mönchengladbach geblieben, alle waren beseelt und glücklich, und so flossen viele Tränen beim Abschied am Bus. Auch die zweite Woche des Frankreichaustauschs ist schnell vergangen – vielleicht bleiben Freundschaften bestehen! Erst als der Busfahrer mit lautem Hupen zum Aufbruch mahnte, konnten sich die deutschen und französischen Schüler trennen. Compiègne und Giesenkirchen liegen ja nur wenige Autostunden voneinander entfernt. Gegenseitigen Besuchen steht also nichts im Weg!

Vive l’amitié franco-allemande!

Petra Klein

Frankreich-Austausch Teil 1: Das FMG in Compiègne

Nunmehr 22 Jahre Austausch verbinden Compiègne und Giesenkirchen!

Bereits im März verbrachten 32 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 eine Woche in Compiègne. Viele hatten bereits vorher schon Kontakt zu ihren Correspondants aufgenommen. Dennoch wurde die erste Begegnung mit großer Spannung und Vorfreude erwartet.

Nach der Ankunft an unserer Partnerschule, dem Collège Jacques Monod, erfolgte die Begrüßung durch den französischen Schulleiter M. Gilliot und die Deutschlehrerin Madame Scholz, bevor unsere Schüler mit ihren Austauschpartnern in die Gastfamilien gingen.

Am ersten Tag stand der Empfang durch die Bürgermeisterin im Rathaus von Compiègne auf dem Programm. Sehr freundlich wurden wir dort im historischen Ratssaal begrüßt.

RathausCompiegneAm nächsten Tag fuhren wir in Richtung Norden, um die Stadt Lille im Rahmen einer Stadtführung kennenzulernen. Architektur, Geschichte, schöne Geschäfte und das Flair der Studentenstadt gefielen allen sehr. Mit einer Stadtrallye erkundeten die Schüler die Stadt, wobei auch Passanten angesprochen wurden, um an Informationen zu gelangen. Dieses eröffnete wiederum eine gute Gelegenheit, das bisher erlernte Französisch anzuwenden.

LilleMit dem Geschichtslehrer unserer Partnerschule wandelten wir am Freitag auf den Spuren des Ersten und Zweiten Weltkrieges. Mit Helmen auf dem Kopf konnten wir bei einer Führung die Gedenkstätte in den ehemaligen Steinbrüchen von Machemont besichtigen, die sowohl deutsche als auch französische Soldaten im Ersten Weltkrieg strategisch nutzten. Beim Picknick auf der Wiese vor den Steinbrüchen genossen wir die Frühlingssonne.

SteinbruchAnschließend erfolgte ein Halt in Noyon, um die Kathedrale und das Haus des Reformators Johannes Calvin zu besichtigen. Die Begehung des historischen Ortes endete am berühmten Bahnwaggon, in dem im November 1918 der Waffenstillstand unterzeichnet wurde, welcher den Ersten Weltkrieg beendete.

Das Wochenende verbrachten die Schüler jeweils in ihren Gastfamilien. So hatten sie die Möglichkeit, das französische Familienleben, die Kultur, französisches Essen und ihre Correspondants näher kennenzulernen.

Am Montag stand dann der Höhepunkt der Woche auf dem Programm: Paris! Vom Arc de Triomphe genossen wir die Aussicht auf Frankreichs Hauptstadt. Daraufhin konnten wir das Flair auf den Champs-Elysees erleben, bevor wir auf dem Weg nach Compiègne noch den Eiffelturm besichtigten.

ParisNun war der erste Teil des Austauschs schon fast zu Ende: Nach dem letzten Abend in den Familien und mit den neuen Freunden, hieß es am Dienstagmorgen am Bus Abschied nehmen! Nicht so leicht, aber der zweite Teil des Austauschs stand ja noch bevor!

Petra Klein

Exkursionen nach Xanten und Lüttich

Anfang Mai standen geschichtsträchtige Exkursionen für unsere Achtklässler auf dem Programm: Die Lateiner fuhren mit Herrn J. Jansen zur Colonia Ulpia Traiana (heute der Archäologische Park Xanten, APX), und für die Französisch-Schüler mit Frau Hommen und Herrn Mrosek war die Maas-Metropole Lüttich in Wallonien das Ziel.

Auf dem Gelände des APX wurden die teilrekonstruierten Gebäude der ehemaligen römischen colonia im Rahmen einer Führung besichtigt. Live-Darbietungen und Displays boten einen Einblick in die antike Lebenswelt der zweitgrößten römischen Zivilstadt der Provinz Germania Inferior. Zudem konnten die Schülerinnen und Schüler ihre Lateinkenntnisse an diversen Inschriften ausprobieren.

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Die alte Handelsstadt Lüttich eröffnete den Exkursionsteilnehmern mit ihrem modernisierten Zentrum und den historischen Bauten eine gute Möglichkeit, Französisch als Alltagssprache zu erleben und zugleich etwas über die Stadtgeschichte von den Römern bis heute zu erfahren. Eine Rallye vermittelte auch Hintergründe zu Lüttichs Rolle als Zentrum eines Altindustrieraums.

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Begabungen in den Ferien fördern

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In den Osterferien fanden in Mönchengladbach die ‚LernFerien‘ „NRW- Begabungen fördern“ statt. Dort habe ich mit anderen Jugendlichen im Alter von 14-15 Jahren fünf Tage in der Jugendberge Hardt verbracht. Wir haben uns insbesondere mit unterschiedlichen Lebensräumen, aber auch unseren persönlichen Begabungen auseinandergesetzt. Das Programm ‚LernFerien‘ „Begabungen fördern“ beschäftigt sich im Gegensatz zu dem Alternativprogramm „Lernen lernen“ mit den eigenen Fähigkeiten und wie man diese am besten einsetzt. Insgesamt waren wir 19 Schüler und Schülerinnen aus ganz Nordrhein-Westfalen, die sich gegenseitig noch nicht kannten. Das hat sich aber schnell geändert, da wir in diesen fünf Tagen zusammen ein Projekt aufgestellt haben und schon am ersten Tag unsere Teamarbeit durch Methoden der Erlebnispädagogik gestärkt wurde. Besonders wichtig bei der Erlebnispädagogik war, anderen zu vertrauen und Verantwortung zu übernehmen.

In den folgenden Tagen wurde größtenteils für das Projekt gearbeitet. Wir durften unterschiedliche Lebensräume kennenlernen, indem uns verschiedene Menschen, die in diesen Bereichen arbeiten, ihre Erfahrungen mitgeteilt haben. Wir haben uns in verschiedene Gruppen aufgeteilt, um diese Informationen aus naturwissenschaftlicher, sozialwissenschaftlicher und gesellschaftspolitischer Sicht zu bearbeiten. Unser Ziel war es, ein Magazin zu erstellen, in dem Interviews aufgenommen und Beiträge geschrieben wurden. Natürlich sollte das professionell gemacht werden, und aus diesem Grund haben uns zwei Journalisten genau gezeigt, wie man Interviews führt und Online-Beiträge richtig verfasst. Nachdem wir diese journalistische Schule erfolgreich hinter uns gebracht hatten, wurden uns die Lebensräume „Soziale Medien“, „Lebensräume in anderen Ländern“, „Städtebau und Stadtentwicklung“, „Wald“ und „Soziale Stadt Rheydt“ vorgestellt.

Abends wurde dann meistens an unseren Magazinen gearbeitet, und wir haben den Tag zusammen reflektiert.

Am vorletzten Tag haben wir gemeinsam ein Podiumsgespräch vorbereitet. Unser Gast war Frau Serap Güler von der CDU. Sie hat uns erklärt, wie man als politische Partei auf die verschiedenen Lebensräume achtet. Für dieses Podiumsgespräch bekam jeder eine persönliche Aufgabe:  Entweder musste man selbst an dem Gespräch teilnehmen oder als Journalist wichtige Informationen notieren.

Am Ende dieser fünf Tage hatte man nochmal die Chance, sich mit den Betreuern zu unterhalten, um gemeinsam seine Entwicklung zu reflektieren.

Nicht nur das Programm hat viel Spaß gemacht, sondern auch besonders die Zusammenarbeit mit den anderen Jugendlichen. Viele waren am Ende traurig, dass die Woche so schnell vorbeigegangen ist, da man in diesen fünf Tagen viele neue Freunde kennengelernt hatte.

Ich persönlich rate jedem, der solch ein Angebot bekommt, es anzunehmen.  Man lernt nicht nur viel über seine eigenen Begabungen, sondern erlebt auch die tolle Zusammenarbeit mit Gleichgesinnten.

Mönchengladbach im April 2017; Lena Granderath, Klasse 9b

Drittbeste Mannschaft im Regierungsbezirk

Foto Fußball Mädchen 2017 neuDie Fußballerinnen des FMG (Jahrgänge 2003-05) sind drittbeste Mannschaft des  Regierungsbezirks Düsseldorf: Nach Erfolgen bei der Stadtmeisterschaft und  gegen Schulen aus Krefeld, Kevelaer und Viersen gewannen die Mädchen der Jahrgänge 2003 bis 2005 am vergangenen Montag in Solingen ein weiteres Mal gegen die UNESCO-Gesamtschule Kamp-Lintfort (3:0). Gegen die Sportschule Solingen wagte die von Herrn Schippers und Lotta Schröder (Q2) betreute Mannschaft nach einem 1:2-Rückstand alles, verlor am Ende zu deutlich mit 1:4. Ebenso körperlich überlegen war der letzte Gegner, das Carl-Duisberg-Gymnasium Wuppertal, beim abschließenden 1:3. Schade, aber auch so ein toller (und zurecht gefeierter) Erfolg!

Das Foto zeigt die Mannschaft mit (oben von links) Romy Nissen, Emily Zimmermann, Annalena Jütten, Maya Dittert, Marie Müller, Julia Taube, Maike Schulte-Hermann, (unten) Wiebke Beckmann, Lisa Wimmers, Louisa Schmitz, Anna Häberer und Jule Kellers. Es fehlen Finja Koch und Anna-Lena Käufer.

Die Podiumsdiskussion zur NRW-Landtagswahl am Franz-Meyers-Gymnasium

Am letzten Donnerstag fand sie nun endlich statt: Die von der SV unter Mithilfe von Frau Vollbach organisierte Podiumsdiskussion zur NRW-Landtagswahl 2017 im PZ des Franz-Meyers-Gymnasiums (FMG).

Beim Betreten des Saals bemerkte man sofort die Arbeit, die hinter dieser Veranstaltung steckte: Die Jahrgangsstufe Q1 hatte einen Getränke- und Snackstand organisiert, die SV bereitete die Bühne vor und versteckte die Präsente für die Gäste, nachdem sie das PZ bestuhlt hatte, Jan Wimmers aus der Q1 machte den Toncheck und die Moderatorin des Abends, Frau Birgit Krapp, traf unsere Gäste zu einem „Briefing“ vor der Diskussion.

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Das PZ füllte sich langsam, als die Politiker im Saal erschienen: Frank Boss (CDU), Hans-Willi Körfges (SPD), Lena Zingsheim (Grüne), Daniel Winkens (FDP) und Rohat Yildirim (Linke). Sie nahmen zunächst vor der Bühne Platz, da die Schülerinnen und Schüler nach einer Begrüßung der Schülersprecherin Dana Paulussen eine kurze Einführung in die beiden Hauptthemen des Abends mit Hintergründen und Statistiken als Präsentation vorbereitet hatten. Da die Themen „Flüchtlingssituation und Integration von Flüchtlingen“ und „Schulpolitik in NRW“ im Vorfeld von den älteren Schülerinnen und Schülern als für sie besonders relevant bewertet wurden, standen diese im Fokus.

Daraufhin begann die eigentliche Diskussion, die auch Raum für Fragen aus dem Publikum bot. Nach einer Vorstellungsrunde, bei der Frau Krapp nach den Beweggründen fragte, warum die jeweiligen Kandidaten sich für die Politik entschieden hatten, wurde der erste große Themenblock zur Flüchtlingspolitik eingeleitet. Im Folgenden werden die Beiträge der Kandidaten hierzu kurz dargestellt:

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Einig waren sich die Kandidaten, dass die Aufnahme von Flüchtlingen ein humanitärer Akt sei, und daher grundsätzlich zu befürworten sei. Zudem bestand Konsens, dass vor allem die Fluchtursachen bekämpft und die „Lasten“ fairer in Europa verteilt werden müssten. Verneint wurden zudem jeglicher Populismus und Radikalismus in Flüchtlingsfragen. Über diese allgemeinen Äußerungen hinaus kristallisierten sich jedoch inhaltliche Unterschiede bei den Kandidaten heraus, sobald es konkreter wurde: Frau Yildirim bezichtigte die Bundesrepublik Deutschland der Kriegstreiberei, da sie durch Waffenexporte und die Präsenz der Bundeswehr im Nahen Osten einerseits Kriegspartei sei und andererseits die Hauptfluchtursache (Krieg in Syrien und dem Irak) verstärke. Sowohl das Publikum als auch die anderen Kandidaten der Runde wollten das so nicht stehen lassen: Es folgten heftiger Widerspruch und deutliche Gegenargumente, sowie Nachfragen, beispielsweise zur Rolle Russlands in Syrien. Waffenexporte, z. B. nach Saudi-Arabien, wurden trotz Genehmigung durch den damaligen SPD-Wirtschaftsminister Gabriel allerdings von allen kritisch gesehen. Darüber hinaus wurde über „Sichere Herkunftsländer“ und die Abschiebepraxis diskutiert, wobei der SPD-Kandidat Hans-Willi Körfges von der Linie seiner Bundespartei abwich, und zu verstehen gab, dass einige genehmigte Abschiebungen, beispielsweise nach Afghanistan, nicht durchgeführt werden sollten. Zudem waren sich alle darüber einig, dass es keine Kontingentierungen und Obergrenzen, oder finanzielle Einschränkungen von Förderprogrammen geben solle.

Auf die Integration der Flüchtlinge in NRW und vor Ort in Giesenkirchen angesprochen, waren sich wiederum alle Kandidatinnen und Kandidaten einig, dass deutlich mehr, vor allem im Bereich Bildung, getan werden müsse. Frank Boss stellte hierzu die deutlichen Defizite an den Schulen NRWs dar: Eine zu geringe Personaldecke, zu große Klassen, ein zu geringes Raumangebot und eine meistens nicht vorhandene psychologische und sonderpädagogische Ausbildung der Lehrerinnen und Lehrer wurden angemerkt. Es müssten mehr Lehrer vor allem für Sprach- und Integrationskurse eingestellt werden, und besonders im Grundschulbereich endlich Entlastungen für die „arg gebeutelten“ Grundschullehrerinnen und -lehrer geschaffen werden. Kleinere Lerngruppen, Entlastung bei der ebenfalls gescheiterten Inklusion und zusätzliche pädagogische Unterstützung durch externes Fachpersonal seien hier nötig. Von Frau Zingsheim als Vertreterin der in Bildungsfragen verantwortlichen Grünen wurde hierauf wenig erwidert. Sie wies lediglich darauf hin, dass Fachpersonal erst noch ausgebildet werden müsse. Frau Yildirim wolle das Anforderungsniveau senken, damit Flüchtlingskinder nicht abgehängt würden. Herr Winkens schloss sich in seiner Argumentation Herrn Boss an und verwies zudem auf die katastrophale räumliche und technische Ausstattung der Schulen in NRW. Auf Nachfrage aus dem Publikum stimmte Herr Körfges als Regierungsvertreter mit dem Fragesteller überein, dass man sich neben der Flüchtlingsintegration, für die sehr viel Geld aufgewendet wird, auch um die Verlängerung der Förderprogramme in Schule und Wirtschaft für bereits länger in Deutschland lebende Migranten kümmern müsse.

Nun folgte der deutlich emotionalere Teil des Abends: die Debatte über die Schulpolitik. Viele Fragen aus dem Publikum, und hier vor allem seitens der Schülerschaft, waren hier sicher. Zunächst wurde, anknüpfend an die oben bereits dargestellte Situation bezüglich der Integration der Flüchtlinge, von Herrn Boss und Herrn Winkens die desolate Lage der meisten Schulen in NRW und die geringe Attraktivität des Lehrerberufs dargestellt: „Schulen in der technologischen Steinzeit“, Lehrermangel, zu große Lerngruppen, grauenhafte Bausubstanz, zu wenige Räume, gescheiterte Inklusion, Unterrichtsausfälle, systematische und einkalkulierte Überforderung und Gängelung von Lehrerinnen und Lehrern durch Bürokratie und psychologischen Stress an allen Schulen und keine Rücksichtnahme auf individuelle und lokale Probleme charakterisierten das Schulwesen in NRW. Die Schilderung einer Schülerin des FMG, die den ständigen Lehrerwechsel in der EF beklagte, machte den akuten Lehrermangel ebenfalls deutlich. Herr Bruder, der Schulleiter des FMG, räumte darüber hinaus ein, dass auch das FMG Unterrichtsausfälle zu verkraften habe, die zwar schlimm, aber nicht erkennbar überdurchschnittlich seien. CDU und FDP möchten hier vor allem durch ein höheres Investitionsprogramm und die Schaffung von deutlich mehr Lehrerstellen entgegenwirken. Herrn Winkens war die schnellstmögliche Digitalisierung der Schulen sehr wichtig. Herr Körfges und Frau Zingsheim verwiesen als Vertreter der Regierungsparteien auf die „guten Resultate“ der Landesregierung bei der Lehrereinstellung und bei der Inklusion. Sie mussten sich jedoch bei einer Nachfrage aus dem Publikum „Gleichmacherei“ und „Ungerechtigkeit“, sowie die „Schwächung der Gymnasien“ vorwerfen lassen. Frau Yildirim sah das „gemeinsame Lernen“ über die Grundschule hinaus, das weitere Absenken des Leistungsdrucks und der -anforderungen, sowie die Abkehr vom Fachunterricht, also der Wissensvermittlung, als wichtige Aspekte zur Verbesserung des Schulwesens in NRW an. Sowohl Frau Zingsheim als auch Herr Körfges forderten zur Verbesserung der Attraktivität des Lehrerberufs die Vereinheitlichung der Lehrerbesoldung für alle Schulformen mit einem Einstiegsgehalt der Besoldungsstufe A13 (Studienrat an Gymnasien), und deuteten somit eine Abkehr vom mehrgliedrigen Schulsystem an. Die Stärkung der Wissensvermittlung und die Vorbereitung auf eine akademische Karriere schienen eher nachrangig zu sein.

Kein Kandidat forderte die Abschaffung des achtjährigen gymnasialen Bildungsganges (G8). Die CDU und die FDP möchten die Schulen selbst entscheiden lassen, ob sie G9 wieder einführen wollen. Die SPD und Grünen tendieren hingegen dazu, die Schülerinnen und Schüler individuell entscheiden zu lassen, so dass G8 und G9 an den Schulen parallel angeboten werden solle. Diese Äußerungen wurden vom Publikum mit größerem Raunen begleitet. Zudem ließ sich keiner auf eine Klassengröße von höchstens zwanzig Schülerinnen und Schülern ein, wie vom Publikum gefordert. Finanzielle Zwänge stünden dahinter.

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Nach einer kurzen Schlussrunde war die Veranstaltung nach etwa zwei Stunden beendet, und Dana Paulussen bedankte sich mit dem SV-Vorstand im Namen der Schülerschaft mit kleinen Präsenten bei allen Beteiligten. Vor allem die Schülerinnen und Schüler hätten gerne noch länger diskutiert. Frau Krapp als Moderatorin gelang es, den Abend professionell und abwechslungsreich zu moderieren, die Debatte voranzutreiben, die unterschiedlichen politischen Lager gleichmäßig zu Wort kommen zu lassen und das Publikum zu integrieren. Ihr gilt der besondere Dank aller Beteiligten und des Franz-Meyers-Gymnasiums.

Finnische Gäste treffen auf rheinische Tradition und moderne Kunst

Am Franz-Meyers-Gymnasium ist rund um den Europa-Tag richtig was los! Italienische, französische und finnische Gäste beleben und bereichern den Schulalltag. Zudem stehen zahlreiche Exkursionen auf dem Programm, die meistens bilingual begleitet werden. Oft dient das Englische als lingua franca.

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Am letzten Freitag machte sich die Gruppe aus Finnland mit ihren deutschen Austauschpartnern auf den Weg nach Düsseldorf. Wer vor allem Helsinki kennt, weiß, dass die finnischen Gäste aus Sipoo (Großraum Helsinki) wahre Experten für moderne Architektur, Kunst und Design sein müssen. Daher brachte die Exkursion zum Medienhafen, in die Altstadt und abschließend ins K21 auch ein wenig Heimatgefühl für die Finnen mit sich, und ein Vergleich mit der modernen Architektur und den Museen zu Hause wurde möglich. Langweilig wurde es ihnen aber nicht, denn den Schülerinnen und Schülern wurde eine etwa dreistündige, sehr dichte geographisch-kunsthistorische Stadtführung von Herrn Köhn geboten. Frau Graeffe aus Finnland, Herr Löffelmann und unsere Fremdsprachenassistentin Elizabeth Brown begleiteten die Gruppe ebenfalls. Die Gehry-Bauten, das Kolorium, die Flossis, der Rheinturm und das gesamte Gebäudeensemble des Medienhafens waren für unsere Gäste sehr überzeugend. Hier konnte man sehen, was Strukturwandel, Transformation, Tertiärisierung und Globalisierung bedeuten, und wie die damit verbundenen Probleme städtebaulich und „jobtechnisch“ gelöst werden können. Anschließend ging es durch den südlichen Teil der Altstadt, der von den Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges zum Glück einigermaßen verschont blieb. Beim Eintritt in die spätbarocke Maxkirche empfing die Gruppe ein Orgelkonzert. Die den Finnen unbekannte barocke Ausstattung der Kirche zog sie mit den Orgelklängen in ihren Bann. Nach diesem Kulturerlebnis standen die üblichen Sehenswürdigkeiten der Altstadt auf dem Programm, wobei vor allem der Marktplatz mit Rathaus und Jan Wellem zu beindrucken wussten. Den langen Tag schloss ein Besuch im K21 ab, wobei die teilweise verstörenden Rauminstallationen zum Nachdenken anregten. Der Höhepunkt war dann Tomás Saracenos begehbare Spinnennetzinstallation „in orbit“, die unter dem transparenten Dach des ehemaligen Ständehauses schwebt und dem Kletterer einen freien Blick in 40 Meter Tiefe ermöglicht.

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Es werden noch weitere Berichte zu den Austauschprogrammen folgen.

Italienaustausch 2017 – Teil 1: Germania

In der Woche vom 31.03 bis zum 7.04.2017 hatten wir, die Italienisch-Schüler der EF, unsere italienischen Austauschschüler und -schülerinnen aus Lodi zu Gast in Mönchengladbach. Zum Start in die Austauschwoche empfingen wir die Italiener mit einem Buffet bestehend aus Spezialitäten der Region in der Cafeteria. Nach einem ersten Kennenlernen ging es in die Familien, mit denen wir auch das Wochenende verbracht haben.

Ab Montag startete dann das umfangreiche und vielseitige Programm mit einem Ausflug nach Köln in Begleitung von Frau Graf und Herrn Hegmann. Hier lernten unsere Austauschschüler nicht nur den Kölner Dom, sondern auch viele andere Sehenswürdigkeiten im Zuge einer Stadtrallye kennen, von der alle sehr begeistert waren. Der Tag endete mit einem Besuch in den Ford Werken in Köln-Niehl.

Für den nächsten Ausflug am Dienstag überquerten wir mit Herrn Dr. Ragazzi und Herrn Jansen sogar die Landesgrenze zu den Niederlanden, um die Stadt Maastricht und ihre beeindruckenden Grotten zu besichtigen. Um unseren italienischen Gästen noch mehr von unserem Bundesland zu zeigen, fuhren wir am Mittwoch nach Essen, besichtigten die Zeche Zollverein und machten nachmittags eine Hafenrundfahrt in Duisburg.

Unser letzter Ausflug ging erst in die Altstadt von Monschau und anschließend noch nach Aachen, wo wir den weltberühmten Dom mit seiner achteckigen Grundfläche besichtigten.

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Um die Woche abzurunden, verbrachten wir den Freitagvormittag in der Schule. Besonders beeindruckt waren unsere Austauschschüler vom bilingualen Erdkundeunterricht, den sie so noch nicht kannten; Herr Köhn hielt einen Vortrag zum Klimawandel am Beispiel von Grönland. Dann hieß es leider Abschied nehmen, aber zum Glück nur bis September, wenn wir zum Gegenbesuch nach Lodi fahren.

Lisa Arndt und Anna Hasler, EF

Die SV wird aktiv: Von der Idee einer Podiumsdiskussion am FMG

Viele Schülerinnen und Schüler des Franz-Meyers-Gymnasium waren Ende letzten Jahres sehr betrübt, da viele Wahlberechtigte in urdemokratischen Staaten, wie den USA, dem Vereinigte Königreich, Frankreich und den Niederlanden, es anscheinend nicht mehr so genau nehmen mit der Demokratie. 2017 steht nun ein wichtiges Wahljahr in Deutschland an. Daher wollten die Schülerinnen und Schüler für die teilweise bevorstehende erste Wahlentscheidung ihres Lebens umfassend informiert sein, um ihre Stimme bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen mit gutem Gewissen abgeben zu können. Auch wollten sie die demokratische Kultur stärken und demokratische Prozesse verständlich und erlebbar machen, damit bei uns in Deutschland nicht die Populisten mit den Stimmen junger Leute siegen. Die Schülerinnen und Schüler wollen keinen „Gerxit“ oder gar einen deutschen Trump! Zudem interessierte dieses Thema auch die noch nicht Wahlberechtigten sehr.

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(Der SV-Vorstand: Christina Burkhardt, Dlan Taufik, Dana Paulussen und Eric Lodes)

Somit beschloss die Schülervertretung des FMG mit der Unterstützung von Frau Vollbach, die lokalen Landtagskandidatinnen und -kandidaten ans FMG zu einer Podiumsdiskussion einzuladen. Hierbei sollten vor allem die Themen angesprochen werden, die die Schülerinnen und Schüler interessieren. Dazu wurde eine Umfrage unter den älteren Schülerinnen und Schülern durchgeführt, wonach sich folgende Themenschwerpunkte herauskristallisierten: G8/G9, die Medienausstattung der Schulen und die Integration von Flüchtlingen.

Die meisten Erstwähler äußerten zwar, dass ihre Wahlentscheidung schon feststehe; jedoch befürworteten sie die Aktion, da sie nur einen Zugewinn an Information bedeuten könne. Man hatte also die einmalige Chance, die zur Wahl stehenden Kandidatinnen und Kandidaten persönlich zu befragen und sich daher nicht nur auf die Slogans der omnipräsenten Wahlplakate verlassen zu müssen.

Diese Woche ist es nun so weit: Heute (04.05.2017) findet die langersehnte Diskussion im PZ des FMG statt. Einlass ist um 18.30 Uhr, und alle Kandidatinnen und Kandidaten der „größeren“ Parteien haben zugesagt.

Die SV hofft auf einen erfolgreichen und interessanten Abend mit vielen Gästen.