Auf den Spuren des D-Day – Studienfahrt des Geschichte LK in die Normandie

Die diesjährige Studienfahrt führte den Geschichte Leistungskurs der Stufe Q1, begleitet von Tutor Herr Mrosek, Herrn Sproch, Frau Drespa und Frau Drolshagen in die französische Normandie. Eine geschichtsträchtige Region, welche durch die Ereignisse des D-Day einen Schlüsselort des Gedenkens an den Zweiten Weltkrieg darstellt. Genau der richtige Ort also für eine Studienfahrt des Geschichtskurses, bei dennoch angenehmen Temperaturen.

Montag, 18. Juni 2018.

Am ersten Tag der Studienfahrt hieß es früh aufstehen für den Geschichte Leistungskurs. Schon um 5.30 Uhr trafen sich die SchülerInnen und LehrerInnen am Franz-Meyers Gymnasium. Nur eine halbe Stunde später startete der Bus pünktlich in Richtung belgischer Grenze. Auf der insgesamt knapp Zehn Stunden langen Fahrt wurden auch die thematisch passenden Filme “Der Soldat James Ryan” und “Das Boot” angeschaut. Ersterer behandelt eben die Landung der Alliierten Truppen in der Normandie.

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Letzte Rast vor der spektakulären Pont de la Normandie an der Seine-Mündung bei le Havre. Eine erste Meeresbrise war deutlich zu vernehmen.

Nach der Ankunft im Hotel, welches nur 100 Meter vom britischen Landungsabschnitt “Gold Beach” entfernt lag, wurde dieser, sowie der kleine Ort Asnelles vom Kurs erkundet. Schnell erkannte man, dass hier vor 74 Jahren der Krieg stattgefunden haben musste: Im gesamten Strandbereich waren Betonblöcke zu sehen, welche damals als Wellenbrecher fungierten. Dennoch schien es unwirklich und unvorstellbar, dass an diesem Strand abertausende Soldaten als aller Welt ihr Leben lassen mussten.

Sonnenuntergang 1

Im Hintergrund sieht man die sogenannten “Phoenixkästen”. Betonkolosse, die als Wellenbrecher für den künstlichen Hafen von Arromanches in den Häfen Südenglands gefertigt und im Zuge der Landung auf den Meeresboden herabgesenkt wurden.

Sonnenuntergang 2 Senkkästen

Bis heute wurden die Überreste aus Beton nicht entfernt. Ein bizarr-schöner Anblick, der einem wieder und wieder die historische Bedeutung des Ortes vor Augen führt.

Dienstag, 19. Juni 2018.

Der Zweite Tag der Studienfahrt stand ganz unter dem Motto “Auf den Spuren des D-Days”: Am 6. Juni 1944 landeten die Alliierten Truppen in der Normandie, um diese, und in den folgenden Wochen gesamt Frankreich, von den deutschen Truppen des „Dritten Reiches“ zu befreien. Um sich einen Gesamtüberblick zu verschaffen, wurde das Mémorial de Caen besucht. Hier erfuhren die SchülerInnen und BegleiterInnen in insgesamt vier Ausstellungen mehr über den Ersten und Zweiten Weltkrieg, den 06. Juni 1944, den sogenannten D-Day, welcher der Anfang der 100-tägigen Befreiung der Normandie sein sollte, und den Kalten Krieg. Auch gab es Gelegenheit den Bunker des Generals Wilhelm Richter, welcher mit der Abwehr dieses Küstenabschnitts betraut worden war, zu besuchen. Anschließend wurde Zeit eingeräumt, um durch die Gärten des Memorials zu spazieren, welche den gefallenen Soldaten gewidmet sind.

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Eine Skulptur am Eingang des Mémorial de Caen, dem bedeutendsten Museum, das sich der Geschichte der Landung in der Normandie widmet.

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Unter der Decke im Eingangsbereich wurde ein “Hawker Typhoon”, ein britischer Jagdbomber aus dem Zweiten Weltkrieg, angebracht. Von hier aus führen verschiedene Eingänge in die unterschiedlichen Ausstellungen.

Bevor die dreieinhalbstündige Führung entlang der Landungsstrände begann, besuchten die SchülerInnen noch einen Film über die Landung der Alliierten und deren folgende Kämpfe zur Befreiung Frankreichs. Dieser festigte die Eindrücke des bewegenden Ereignisses. Die Führung vollzog sich entlang der Landungsstrände Gold und Omaha, über Arromanches, wo man über Bau und Funktionsweise des künstlichen Hafens (auch “Mulberry-Hafen”) aufgeklärt wurde, bis hin zum größten amerikanischen Soldatenfriedhof in Colleville-sur-Mer, welcher direkt an den Klippen des Landungstrandes Omaha liegt. Auch wenn hier über 9000 Soldaten in Frieden ruhen sind diese ein kleiner Teil der immensen Opferzahlen des Zweiten Weltkrieges.

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Ankunft in Arromanches. Vor den Klippen gab es einen Vortrag über die ehemalige Hafenanlage, deren Anlage und Ausmaße man durch den Blick von oben sehr gut überblicken konnte.

Arromanches von oben

Es eröffnete sich zudem ein schöner Ausblick auf den historischen Ortskern und ostwärts auf Gold Beach. An einem ähnlich bewölkten Junitag wurde dieses Idyll vor 74 Jahren durch die grauenhaften Kampfhandlungen erschüttert.

Gefallenendenkmal Omaha Beach

Das Gefallenendenkmal am “Bloody Omaha”. Eine Flamme zum Gedenken an die Tausenden zum Großteil sehr jungen amerikanischen Soldaten, die sich an dieser Stelle schutzlos dem deutschen Maschinengewehrfeuer ausgeliefert sahen und ihr Leben “auf dem Altar der Freiheit” hingeben mussten. Auf dem breiten und feinen Sandstrand erinnert heute sehr wenig an das Grauen der Landung.

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Auf dem sehr gepflegten amerikanischen Soldatenfriedhof in Colleville-sur-Mer erschüttert nicht nur der Anblick der 9387 Gräber, sondern auch ein Blick auf das Alter der meisten Gefallenen. Viele waren gerade der Schulzeit entwachsen.

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Der Friedhof befindet sich oberhalb des Landungsabschnittes von Omaha. Hier wurden die erste und die letzte Szene des bekannten Steven-Spielberg-Films “Der Soldat James Ryan” gedreht.

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Die Anlage ist sehr weitläufig. Für den makellosen Zustand sorgen viele Gärtner, die täglich mit der Pflege der Anlage beschäftigt sind. Seitdem US-Präsident Jimmy Carter den Friedhof 1978 besucht hat, ist ein Zwischenstopp hier Teil jedes Frankreichbesuchs eines amerikanischen Präsidenten.

Nach einem spannenden Tag zog es die SchülerInnen und LehrerInnen wieder zurück an den Strand und auch an diesem Abend waren die Spuren des Zweiten Weltkrieges greifbar. Man konnte von den dem Strand vorgelagerten Ruinen des Atlantikwalls beobachten, wie die Sonne langsam zwischen den 74 Jahre alten Betonwellenbrechern im Meer versank.

Mittwoch, 20. Juni 2018.

Mont Saint Michel. Die zweit-meistbesuchte Sehenswürdigkeit Frankreichs war am Mittwoch das Ziel für den Leistungskurs. Der Klosterberg ist eine Insel im westlichen Teil der Normandie. Ist gerade Flut wird der Berg komplett von Wasser umspült – heutzutage ist er natürlich dennoch über eine Brücke erreichbar. Hier bekamen die SchülerInnen und Lehrkräfte eine Führung des Klosters und erfuhren so viel über dessen Gründung, Aufbau sowie die Lebensweise der Benediktinermönche, welche früher hier lebten. Heute lebt ein kleine Gemeinschaft an Ordensleuten im Kloster. Die Brüder und Schwestern der Gemeinschaften von Jerusalem leben im südlichen Teil der Anlage.

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Schon von weitem erkennt man die Silhouette des Klosterberges. Beim etwa einstündien Fußmarsch vom Busparkplatz konnte man sein Ziel nicht aus den Augen verlieren.

Mont St Michel von der Brücke

Bei unserer Ankunft hatten sich die Wolken größtenteils verzogen. Eine schwüle Hitze machte sich breit.

Mont St Michel zoom

Mont St Michel von oben

Ein Blick von ganz oben. Bei Flut wird dieses Gebiet überspült.

Gegen Abend erreichte der Kurs wieder die Orte am Gold Beach. Dort widmete man sich noch einmal den Ereignissen des D-Days. Im 360°-Kino in Arromanches wird die 100-tägige Befreiung Frankreichs beeindruckend auf Acht Leinwänden dargestellt und aufgearbeitet. Der 20-minütige Film zeigt sowohl Schreckens Seiten des Krieges als auch Momente der Menschlichkeit. Anschließend ging es dann wie jeden Abend zum nahegelegenen Strand, an welchem wir den Tag ausklingen ließen.

Donnerstag, 21. Juni 2018.

Am vierten Tag der fünftägigen Fahrt ging es zum gemeinsamen Strandsegeln in Cabourg. Nach einer kurzen Wanderung durch den Ort konnten auch schon die Buggies am Strand gesichtet werden. Dank einer kurzen aber klaren Einweisung konnte schnell losgelegt werden, sodass das Strandsegeln allen als ein unvergessliches Erlebnis in Erinnerung bleiben wird.

Strandsegeln 1 (1)

Mit einem sogenannten “Char à voile” erreicht man bei günstigen Windverhältnissen bis zu 200 km/h. Auch wenn wir weit von diesen Geschwindigkeiten entfernt blieben, spürte man die gewaltige Kraft des Windes. Um eine angemessene Beschleunigung musste man sich an diesem windigen Vormittag nicht sorgen…

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Auch Herr Sproch konnte sich dem Rausch der Geschwindigkeit nicht entziehen.

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Neben den Grundregeln des Fahrens und Bremsens erhielten wir auch eine Einweisung in die korrekte Anbringung des Segels.

Anschließend zog es den Kurs zur Domaine de la Flaguerie, einer Cidre-Produktionsstätte, in welcher die Herstellung von Apfelsaft, Cidre und Calvados den Schülerinnen und Schülern sowohl als auch den Lehrerinnen und Lehrer zunächst in einem 10 minütigen Video dargelegt wurde. Es folgte eine Führung durch die Produktionsstätte, bei welcher individuelle Fragen zum Herstellungsprozess geklärt werden konnten. Natürlich durfte auch eine Verkostung nicht fehlen. Diese überzeugte, und so war es selbstverständlich, dass die ein oder andere Flasche Cidre mitgenommen wurde.

Cidrerie

Die Cidrerie “Domaine de la Flaguerie” ist ein kleiner Privatbetrieb, der seine Produkte fast ausschließlich regional verkauft. Die engen und verwinkelten Straßen im normannischen Hinterland trieben unseren Busfahrer Dirk nahezu zur Verzweifelung.

Nach einem ereignisreichen Tag wurde auch schon der letzte Abend in der französischen Normandie angebrochen. Selbstverständlich ging es wieder an den Strand, um ein letztes mal einen erneut atemberaubenden Sonnenuntergang anzuschauen.

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Mit einer Portion Wehmut verließen wir den Küstenort Asnelles und den liebgewonnenen Strand. Die Ruinen haben wir immernoch wahrgenommen, aber man empfand sie nicht mehr als Fremdkörper, sondern als natürlichen Teil der Landschaft. Es ist gut, dass man sie hat stehen lassen.

Freitag, 22. Juni 2018.

Der letzte Tag war wenig spannend. Nach einem letzten Frühstück im Hotel brachte der Bus den Kurs in 12 Stunden zurück ins vertraute Deutschland. Auf der Fahrt wurde viel geschlafen, über die vergangen Tage sinniert und viel gelacht. Und so wird der ein oder andere Insider der Studienfahrt wohl noch lange innerhalb des Kurses bestehen bleiben.

Verfasst von Christina Eßer und Lukas Kellers. (Geschichte-LK 2017-2019)

Zu Besuch in der Römervilla in Ahrweiler

Wie lebten die Römer in Germanien?

Wie war der Alltag einer römischen Familie?

Wie sah ein römisches Landgut aus?

Antworten auf diese und viele weitere Fragen bekamen die Lateinschülerinnen und -schüler der 6. Jahrgangsstufe bei der Besichtigung der Römervilla in Ahrweiler. Die Kostümführungen durch das Museum versetzten sie zurück in das 1. Jahrhundert n. Chr. In dieser Zeit bewohnte eine römische Familie dieses Landgut. In den Baderäumen konnten sie erfahren, wie die Körperpflege der Römer aussah und die Römerinnen sich schminken und stylen ließen. Düfte und Cremes zum Ausprobieren machten dies sehr anschaulich. DSC09764

Der Rundgang führte weiter durch das Speisezimmer, die Küche und Lagerräume, die Schlafzimmer und die Räumlichkeiten der Sklavinnen und Sklaven. Die antike Fußbodenheizung, die Toiletten, den Hausaltar, die Deckenmalereien können dort noch heute bestaunt werden. Graffiti an den Wänden, die Kinder an die Wände geschrieben haben, geben Aufschluss darüber, wie streng ihr Hauslehrer beim Schulunterricht gewesen ist. Die Techniken, wie die Landgüter gebaut und die Dachziegel hergestellt wurden, werden genau beschrieben: Zu sehen sind auch noch Fußspuren von Tieren, die während des Trocknens der Ziegel darüber gelaufen sind. In der Spielecke konnten die Schüler nach den Führungen noch einige Spiele ausprobieren, die die römischen Kinder zum Zeitvertreib gespielt haben.

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Ein Spaziergang entlang der Weinbergterrassen führte die Gruppe nach dem Museumsbesuch zunächst in den malerischen Ort, wo sich die Schüler mit einem Eis bei den hochsommerlichen Temperaturen erfrischen konnten. Weiter ging es dann zu einem großen Spielplatz im Kaiserin-Auguste-Viktoria-Park: Ein idealer Platz, um den Ausflug mit einem Picknick und gemeinsamen Spielen ausklingen zu lassen.

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So war dieser gelungene Tag sowohl ein Ausflug in die Welt der Antike als auch ein schönes Erlebnis, das den Zusammenhalt in dem aus drei Klassen zusammengesetzten Lateinkurs stärkte.

Petra Klein

Römer zum Anfassen – Ausflug der 6b

Aufgrund des großen Interesses, das die Schüler*innen der Klasse 6b im Unterricht am Thema „Rom in der Antike“ zeigten, bekamen sie die Möglichkeit am vergangenen Dienstag den Römern im nahe gelegenen Neuss einen Besuch abzustatten. In Begleitung von Frau Hollaus und Frau Gesell konnten die Kinder die Sonderausstellung „Römer zum Anfassen“ im Clemens Sels Museum erkunden.

Wie fühlt sich eine Metallrüstung auf der Haut an? Wie schwer waren die einzelnen Teile des Marschgepäcks eines römischen Infanteristen? Wie mahlten die Römer Mehl? Zahlreiche Rekonstruktionen durften angefasst, angezogen und ausprobiert werden und boten den Schüler*innen auf diese Weise einen ganz neuen Einblick die Lebenswelt der Römer abseits des üblichen Geschichtsunterrichts.

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Wer auch einmal auf diese Weise in das alte Rom eintauchen möchte, muss sich beeilen, denn die Sonderausstellung ist nur noch bis zum 10.06. in Neuss zu Gast und zieht dann weiter.

Marie Gesell und Regina Hollaus

Das FMG zum Schüleraustausch in Compiègne

Schüleraustausch mit unserer Partnerschule in Compiègne

Jan Wellem

Die französischen Gäste in Düsseldorf (März 2018)

Nachdem wir im März unsere Austauschpartner am FMG zu Gast hatten, ging es für uns, die Schüler der 8. und 9. Klassen, am 13.04.2018 nach Compiègne zum Gegenbesuch. Die Vorfreude war bei vielen von uns schon sehr groß.

Nach einer ungefähr 6-stündigen Busfahrt wurden wir mit offenen Armen in Compiègne empfangen. Anschließend ging jeder zu seiner Gastfamilie, um einen ersten Einblick in das Familienleben zu bekommen. Mit viel Engagement präsentierten die Franzosen uns ihr Land, ihre Kultur und ihre Sprache.

Unsere Partnerschule Unsere Partnerschule 2

An den ersten beiden Wochentagen unternahmen wir Ausflüge ohne unsere Austauschschüler. Das erste Ausflugsziel am Montag war das prähistorische Museum Samara in der Nähe von Amiens. Dort machten wir eine Führung, welche uns das Leben der früheren Zeit näher brachte. Anschließend besichtigten wir zusammen in der Innenstadt von Amiens die Kathedrale und durften danach in kleinen Gruppen die Stadt erkunden.

Vor der Kathedrale iin Amiens

Vor der Kathedrale in Amiens

Am zweiten Ausflugstag besichtigten wir die Biscuiterie Fossier, eine bekannte Keksfabrik in Frankreich, wo die berühmten „biscuits roses“ hergestellt werden. Nachdem wir einen Einblick in das Arbeitsleben der Biscuiterie bekommen haben, fuhren wir mit dem Bus in die Innenstadt von Reims, wo die wichtigste Kathedrale der französischen Geschichte steht; die Krönungsstätte der französischen Könige..

Kathedrale von Reims

Die Kathedrale von Reims

Am darauf folgenden Tag besichtigten wir einige Sehenswürdigkeiten in Compiègne, wie zum Beispiel den Schlosspark vom Palais de Compiègne, die Statue von Jeanne D’Arc und anschließend den Marktplatz. Gegen 11 Uhr kamen die Franzosen aus dem Unterricht zum Rathaus der Stadt, und dort wurden wir zusammen von der stellvertretenden Bürgermeisterin begrüßt.

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Gruppenfoto mit der Bürgermeisterin von Compiègne

Schloss von Compiègne

Das Schloss von Compiègne

Am vierten und letzten Ausflugstag sind wir gemeinsam mit unseren Austauschschülern in die schöne Hauptstadt von Frankreich, Paris, gefahren. Dort angekommen machten wir eine Bootstour über die Seine und sahen die wichtigsten Sehenswürdigkeiten wie den Eiffelturm, die Kathedrale Notre Dame und den Arc de Triomphe. Nach der Bootstour fuhren wir in einen kleinen Park in der Nähe des Place de la Concorde und durften uns für einige Stunden in Gruppen durch Paris bewegen. Einige von uns gingen zum Tour Eiffel und machten Fotos, spazierten über die Champs-Elysées, zum Louvre oder setzten sich an die Seine um das schöne Wetter zu genießen.

Bootsfahrt auf der SeineEIffelturm

Nach dem Ausflug gingen wir in unsere Gastfamilien und verbrachten einen schönen letzten Abend. Am nächsten Morgen verabschiedeten wir uns traurig von den Austauschpartnern und den Familienmitgliedern und fuhren ab 9 Uhr wieder von Compiègne nach Mönchengladbach.

Insgesamt ist uns aufgefallen, dass die Leute aus Frankreich oft freundlicher und offener mit anderen Menschen umgehen und das Schulprinzip am Collège strenger ist als am Franz-Meyers-Gymnasium. Zum Beispiel wurde das Schultor nach dem ersten Klingeln geschlossen und die Schüler, die zu spät waren, mussten klingeln, um wieder rein zu kommen. Außerdem herrscht dort strenges Handyverbot. Zudem begrüßen sich alle Franzosen mit Küssen auf die Wangen und umarmen sich nicht wie bei uns. Zu den vollen Mahlzeiten lag oft Baguette und Käse auf dem Tisch.

Gruppenbild vor dem Schloss von Compiègne

Au revoir et à la prochaine! :)

Generell war es eine tolle Erfahrung für uns alle, diesen Austausch miterleben zu dürfen. Nach dieser einen Woche sind die Grundkenntnisse aus dem Französischunterricht deutlich gewachsen, und wir haben viele neue Leute kennen gelernt. Wir würden jedem diesen Austausch empfehlen, der Interesse hat, die Sprache auf einfache Weise zu verbessern. Jedoch muss man offen dafür sein, Neues zu lernen und versuchen sich anzupassen. Man muss im Voraus wissen, dass es nicht immer so leicht ist, wie man es sich vorstellt.

Der Schüleraustausch 2018 war sehr schön, und wir hoffen für alle, die ihn nach uns machen, dass ihr auch schöne Erfahrungen sammelt!

Ein Bericht von Maya Dittert, Ecem Güngör und Pauline Brauer

Exkursion der neunten Klassen ins Haus der Geschichte

Am vergangenen Donnerstag stand der alljährliche Besuch der neunten Klassen des Hauses der Geschichte in Bonn an. Begleitet wurde der diesjährige Ausflug von den Geschichtskollegen Frau Nierhoff-Dittmann, Frau Gesell, Herr Sproch und Herr Mrosek.

Im Laufe des Vormittages nahm immer eine Schülergruppe an einer Führung durchs Museum teil, während die anderen in ihrer freien Zeit am nahe gelegenen Rheinufer und im Freizeitpark Rheinaue flanieren konnten.

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Das Haus der Geschichte bietet eine Ausstellung, die sich auf die deutsche Geschichte nach 1945 bezieht, sodass die Schüler in der neunzigminütigen Führung einen Überblick über die Höhen und Tiefen der deutschen Geschichte vom Ende des Zweiten Weltkrieges über die deutsche Teilung und Wiedervereinigung bis hin zu aktuellen Thematiken wie der europäischen Flüchtlingskrise erhielten. Dabei wurde sowohl die politische Ebene des jeweiligen historischen Abschnitts wie auch das Alltagsleben der Menschen beleuchtet.

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Die kompetenten Führungen kamen bei Schülern wie Lehrern sehr gut an und auch die spektakulären Ausstellungsstücke des HDG zogen immer wieder interessierte Blicke auf sich. Lässt man die zähe Verkehrslage auf Hin- und Rückfahrt außer Acht, war es für alle Beteiligten ein rundum gelungener Vormittag!

Marie Gesell und Stefan Mrosek

FMG-Schüler erleben Nobelpreisträger live!

Am 25.4.2018 hielt Prof. Ben Feringa aus Groningen eine Schulstunde im ausgebuchten Audimax der FH Niederrhein. An dieser nahmen auch 13 unserer Leistungs- und Grundkursschülerinnen und -schüler des Faches Chemie teil. Alle waren begeistert von Prof. Feringas Vortrag, den er in englischer Sprach hielt. Der sympathisch auftretende Nobelpreisträger der Chemie 2016 erklärte seine Forschungsprojekte sehr anschaulich und gut verständlich mit viel Witz und Charme. Überraschend hierbei war, dass das Nanocar – der Grund für den Gewinn des Nobelpreises – nicht rollt sondern „Schritte“ macht.

IMG_1602editProf. Feringas Botschaft an seine junge Zuhörer ist, dass sie es sind, die die Welt verändern werden, wenn sie versuchen, Antworten zu finden auf die Fragen, die ihnen beim Beobachten der Natur in den Sinn kommen.

Es war beeindruckend, einen Wissenschaftler von Weltrang aus nächster Nähe gesehen und gehört zu haben.

Nach dem Vortrag wurde von allen gemeinsam ein Bericht über den Vortrag verfasst. Diesen kann man bis Ende Mai im Chemieschaukasten gegenüber von R126 lesen. Es lohnt sich reinzuschauen!

 

Andrea Küsters

Die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf – vielleicht bald meine Uni?

Wie finde ich den richtigen Studiengang? Wie immatrikuliere ich mich? Welche Zulassungsbeschränkungen gibt es? Wie hoch ist der NC für den jeweiligen Studiengang? Wie ist das Essen in der Mensa? Welche studienbegleitenden Aktivitäten gibt es?

Diese und weitere Fragen unserer Q1-Schüler (Leistungskurse Englisch 1 und Pädagogik) wurden heute von den Mitarbeiterinnen des SSC (Studierendenservicecenter) der Heinrich–Heine-Universität Düsseldorf in einem Hörsaal beantwortet. Eine kleine Campusführung bei gefühlten –10°C und viele Insiderinformationen über das Studentenleben in Düsseldorf rundeten die Veranstaltung ab.

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Unsere Schülerinnen und Schüler am Heine-Denkmal vor der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf

Der während des Wandertages durchgeführte Universitätsinformationstag ermöglicht es den Schülerinnen und Schülern der Q1, sich über die Hochschullandschaft in der Umgebung und über die Vielfalt der Studiengänge zu informieren. Er ist zu einer festen Institution am FMG geworden.

Die anderen Q1-Kurse besuchten weitere Hochschulstandorte.

Die Vulkanismusexkursion der EF – Flugshow über der Herbstlandschaft des Laacher Sees

Bei schönstem Herbstwetter und grandiosen Lichtverhältnissen durch den natürlichen Staubfilter aus Portugal und der Sahara vor der Sonne startete auch unsere diesjährige Vulkanismus-Exkursion zum Laacher See und ins Siebengebirge früh morgens am FMG.

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Die “Hurricanesonne” am 17.10.2018. (F. Koenen)

Allerdings war dieses Jahr etwas anders: Wir konnten unsere Hauptstandorte, die Wingertsbergwand und den Laacher See, dank unseres EF-Drohnenpiloten Florian Koenen aus anderen Blickwinkeln betrachten und perfekt dokumentieren! Die Bilder sind wirklich einzigartig!

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Zunächst waren die einzigartigen Schichtungen des Aufschlusses an der Wingertsbergwand von Interesse. Hier kann man wie in einer Chronik den Ablauf des letzten Laacher See-Ausbruchs vor etwa 12.000 Jahren ablesen. Die mächtige Wand ist das Ergebnis von Steinbrucharbeiten. Das gesamte dort abgelagerte Eruptionsmaterial stammt von jenem gewaltigen, nur wenige Tage andauernden Ausbruch, der auch das Ende der letzten Glazials markiert.

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Die Wingertsbergwand im Morgenlicht. (F. Koenen)

Mofetten (Gasexhalationen in der heute als Laacher See bekannten Caldera als untrügliche Zeichen des noch aktiven Vulkanismus in der Osteifel), Schlackekegel, Lavaströme und weitere Aufschlüsse zeigten sich dann bei der etwa zweistündigen Wanderung um den See.

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Die herbstliche Vulkanlandschaft um die Laacher See-Caldera. (F. Koenen)

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Der durch den Basaltabbau abgetragene Wingertsberg mit den freiliegenden Lavaströmen unterhalb der Ablagerungen des letzten Laacher See-Ausbruchs. (F. Koenen)

Nach der Fahrt durch das von pyroklastischen Strömen geprägte Brohltal ging es entlang des Rheins über Sinzig, Remagen und Bonn ins Siebengebirge mit seinen meist tertiären Stau- und Stauchkuppen (Lava-Domes), die diese vulkanische Gebirgslandschaft bilden. Die Aufschlüsse am Kleinen und Großen Weilberg zeigen die Vorgänge in dieser Gegend nahezu perfekt.

Während des romantischen Sonnenuntergangs “dank” des Hurricanes Ophelia ließen wir die Ölner Bucht hinter uns und fuhren zurück zum Niederrhein.

Die Fachschaft Geographie bedankt sich ganz herzlich bei Florian Koenen für die hervorragenden Drohnenaufnahmen!