Der LK Englisch auf Grand Tour in Rom

IMG_7609editDem englischen Adel folgend begab sich der LK Englisch in Begleitung von Herrn Köhn und Herrn Warner in die Welthauptstadt der Kunst: das Ewige Rom.

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IMG_8153edit Bei zwischenzeitlich 37°C, Unmengen an Touristen und knallender Sonne hielten alle tapfer durch, um die Hauptsehenswürdigkeiten der heutzutage mancherorts leider ziemlich verdreckten Kapitale Italiens zu besuchen.

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Von den baulichen Relikten der römischen Republik bis hin zur Architektur des 21. Jahrhunderts, von den Vatikanischen Museen bis zu pompösen barocken Kirchenausstattungen und filigranen romanischen Kreuzgängen bot unsere klassische Bildungsreise die gesamte Palette abendländlich-christlicher Kultur, inklusive unserer Unterbringung in einem Kloster bei sehr netten Schwestern.

IMG_7871editIMG_7702edit Rom beeindruckt wohl jeden Besucher; so war es auch für uns eine Reise wert, definitely!

IMG_8959editIMG_8609editIMG_7556editMarkus Köhn

Auf den Spuren des D-Day – Studienfahrt des Geschichte LK in die Normandie

Die diesjährige Studienfahrt führte den Geschichte Leistungskurs der Stufe Q1, begleitet von Tutor Herr Mrosek, Herrn Sproch, Frau Drespa und Frau Drolshagen in die französische Normandie. Eine geschichtsträchtige Region, welche durch die Ereignisse des D-Day einen Schlüsselort des Gedenkens an den Zweiten Weltkrieg darstellt. Genau der richtige Ort also für eine Studienfahrt des Geschichtskurses, bei dennoch angenehmen Temperaturen.

Montag, 18. Juni 2018.

Am ersten Tag der Studienfahrt hieß es früh aufstehen für den Geschichte Leistungskurs. Schon um 5.30 Uhr trafen sich die SchülerInnen und LehrerInnen am Franz-Meyers Gymnasium. Nur eine halbe Stunde später startete der Bus pünktlich in Richtung belgischer Grenze. Auf der insgesamt knapp Zehn Stunden langen Fahrt wurden auch die thematisch passenden Filme “Der Soldat James Ryan” und “Das Boot” angeschaut. Ersterer behandelt eben die Landung der Alliierten Truppen in der Normandie.

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Letzte Rast vor der spektakulären Pont de la Normandie an der Seine-Mündung bei le Havre. Eine erste Meeresbrise war deutlich zu vernehmen.

Nach der Ankunft im Hotel, welches nur 100 Meter vom britischen Landungsabschnitt “Gold Beach” entfernt lag, wurde dieser, sowie der kleine Ort Asnelles vom Kurs erkundet. Schnell erkannte man, dass hier vor 74 Jahren der Krieg stattgefunden haben musste: Im gesamten Strandbereich waren Betonblöcke zu sehen, welche damals als Wellenbrecher fungierten. Dennoch schien es unwirklich und unvorstellbar, dass an diesem Strand abertausende Soldaten als aller Welt ihr Leben lassen mussten.

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Im Hintergrund sieht man die sogenannten “Phoenixkästen”. Betonkolosse, die als Wellenbrecher für den künstlichen Hafen von Arromanches in den Häfen Südenglands gefertigt und im Zuge der Landung auf den Meeresboden herabgesenkt wurden.

Sonnenuntergang 2 Senkkästen

Bis heute wurden die Überreste aus Beton nicht entfernt. Ein bizarr-schöner Anblick, der einem wieder und wieder die historische Bedeutung des Ortes vor Augen führt.

Dienstag, 19. Juni 2018.

Der Zweite Tag der Studienfahrt stand ganz unter dem Motto “Auf den Spuren des D-Days”: Am 6. Juni 1944 landeten die Alliierten Truppen in der Normandie, um diese, und in den folgenden Wochen gesamt Frankreich, von den deutschen Truppen des „Dritten Reiches“ zu befreien. Um sich einen Gesamtüberblick zu verschaffen, wurde das Mémorial de Caen besucht. Hier erfuhren die SchülerInnen und BegleiterInnen in insgesamt vier Ausstellungen mehr über den Ersten und Zweiten Weltkrieg, den 06. Juni 1944, den sogenannten D-Day, welcher der Anfang der 100-tägigen Befreiung der Normandie sein sollte, und den Kalten Krieg. Auch gab es Gelegenheit den Bunker des Generals Wilhelm Richter, welcher mit der Abwehr dieses Küstenabschnitts betraut worden war, zu besuchen. Anschließend wurde Zeit eingeräumt, um durch die Gärten des Memorials zu spazieren, welche den gefallenen Soldaten gewidmet sind.

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Eine Skulptur am Eingang des Mémorial de Caen, dem bedeutendsten Museum, das sich der Geschichte der Landung in der Normandie widmet.

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Unter der Decke im Eingangsbereich wurde ein “Hawker Typhoon”, ein britischer Jagdbomber aus dem Zweiten Weltkrieg, angebracht. Von hier aus führen verschiedene Eingänge in die unterschiedlichen Ausstellungen.

Bevor die dreieinhalbstündige Führung entlang der Landungsstrände begann, besuchten die SchülerInnen noch einen Film über die Landung der Alliierten und deren folgende Kämpfe zur Befreiung Frankreichs. Dieser festigte die Eindrücke des bewegenden Ereignisses. Die Führung vollzog sich entlang der Landungsstrände Gold und Omaha, über Arromanches, wo man über Bau und Funktionsweise des künstlichen Hafens (auch “Mulberry-Hafen”) aufgeklärt wurde, bis hin zum größten amerikanischen Soldatenfriedhof in Colleville-sur-Mer, welcher direkt an den Klippen des Landungstrandes Omaha liegt. Auch wenn hier über 9000 Soldaten in Frieden ruhen sind diese ein kleiner Teil der immensen Opferzahlen des Zweiten Weltkrieges.

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Ankunft in Arromanches. Vor den Klippen gab es einen Vortrag über die ehemalige Hafenanlage, deren Anlage und Ausmaße man durch den Blick von oben sehr gut überblicken konnte.

Arromanches von oben

Es eröffnete sich zudem ein schöner Ausblick auf den historischen Ortskern und ostwärts auf Gold Beach. An einem ähnlich bewölkten Junitag wurde dieses Idyll vor 74 Jahren durch die grauenhaften Kampfhandlungen erschüttert.

Gefallenendenkmal Omaha Beach

Das Gefallenendenkmal am “Bloody Omaha”. Eine Flamme zum Gedenken an die Tausenden zum Großteil sehr jungen amerikanischen Soldaten, die sich an dieser Stelle schutzlos dem deutschen Maschinengewehrfeuer ausgeliefert sahen und ihr Leben “auf dem Altar der Freiheit” hingeben mussten. Auf dem breiten und feinen Sandstrand erinnert heute sehr wenig an das Grauen der Landung.

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Auf dem sehr gepflegten amerikanischen Soldatenfriedhof in Colleville-sur-Mer erschüttert nicht nur der Anblick der 9387 Gräber, sondern auch ein Blick auf das Alter der meisten Gefallenen. Viele waren gerade der Schulzeit entwachsen.

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Der Friedhof befindet sich oberhalb des Landungsabschnittes von Omaha. Hier wurden die erste und die letzte Szene des bekannten Steven-Spielberg-Films “Der Soldat James Ryan” gedreht.

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Die Anlage ist sehr weitläufig. Für den makellosen Zustand sorgen viele Gärtner, die täglich mit der Pflege der Anlage beschäftigt sind. Seitdem US-Präsident Jimmy Carter den Friedhof 1978 besucht hat, ist ein Zwischenstopp hier Teil jedes Frankreichbesuchs eines amerikanischen Präsidenten.

Nach einem spannenden Tag zog es die SchülerInnen und LehrerInnen wieder zurück an den Strand und auch an diesem Abend waren die Spuren des Zweiten Weltkrieges greifbar. Man konnte von den dem Strand vorgelagerten Ruinen des Atlantikwalls beobachten, wie die Sonne langsam zwischen den 74 Jahre alten Betonwellenbrechern im Meer versank.

Mittwoch, 20. Juni 2018.

Mont Saint Michel. Die zweit-meistbesuchte Sehenswürdigkeit Frankreichs war am Mittwoch das Ziel für den Leistungskurs. Der Klosterberg ist eine Insel im westlichen Teil der Normandie. Ist gerade Flut wird der Berg komplett von Wasser umspült – heutzutage ist er natürlich dennoch über eine Brücke erreichbar. Hier bekamen die SchülerInnen und Lehrkräfte eine Führung des Klosters und erfuhren so viel über dessen Gründung, Aufbau sowie die Lebensweise der Benediktinermönche, welche früher hier lebten. Heute lebt ein kleine Gemeinschaft an Ordensleuten im Kloster. Die Brüder und Schwestern der Gemeinschaften von Jerusalem leben im südlichen Teil der Anlage.

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Schon von weitem erkennt man die Silhouette des Klosterberges. Beim etwa einstündien Fußmarsch vom Busparkplatz konnte man sein Ziel nicht aus den Augen verlieren.

Mont St Michel von der Brücke

Bei unserer Ankunft hatten sich die Wolken größtenteils verzogen. Eine schwüle Hitze machte sich breit.

Mont St Michel zoom

Mont St Michel von oben

Ein Blick von ganz oben. Bei Flut wird dieses Gebiet überspült.

Gegen Abend erreichte der Kurs wieder die Orte am Gold Beach. Dort widmete man sich noch einmal den Ereignissen des D-Days. Im 360°-Kino in Arromanches wird die 100-tägige Befreiung Frankreichs beeindruckend auf Acht Leinwänden dargestellt und aufgearbeitet. Der 20-minütige Film zeigt sowohl Schreckens Seiten des Krieges als auch Momente der Menschlichkeit. Anschließend ging es dann wie jeden Abend zum nahegelegenen Strand, an welchem wir den Tag ausklingen ließen.

Donnerstag, 21. Juni 2018.

Am vierten Tag der fünftägigen Fahrt ging es zum gemeinsamen Strandsegeln in Cabourg. Nach einer kurzen Wanderung durch den Ort konnten auch schon die Buggies am Strand gesichtet werden. Dank einer kurzen aber klaren Einweisung konnte schnell losgelegt werden, sodass das Strandsegeln allen als ein unvergessliches Erlebnis in Erinnerung bleiben wird.

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Mit einem sogenannten “Char à voile” erreicht man bei günstigen Windverhältnissen bis zu 200 km/h. Auch wenn wir weit von diesen Geschwindigkeiten entfernt blieben, spürte man die gewaltige Kraft des Windes. Um eine angemessene Beschleunigung musste man sich an diesem windigen Vormittag nicht sorgen…

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Auch Herr Sproch konnte sich dem Rausch der Geschwindigkeit nicht entziehen.

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Neben den Grundregeln des Fahrens und Bremsens erhielten wir auch eine Einweisung in die korrekte Anbringung des Segels.

Anschließend zog es den Kurs zur Domaine de la Flaguerie, einer Cidre-Produktionsstätte, in welcher die Herstellung von Apfelsaft, Cidre und Calvados den Schülerinnen und Schülern sowohl als auch den Lehrerinnen und Lehrer zunächst in einem 10 minütigen Video dargelegt wurde. Es folgte eine Führung durch die Produktionsstätte, bei welcher individuelle Fragen zum Herstellungsprozess geklärt werden konnten. Natürlich durfte auch eine Verkostung nicht fehlen. Diese überzeugte, und so war es selbstverständlich, dass die ein oder andere Flasche Cidre mitgenommen wurde.

Cidrerie

Die Cidrerie “Domaine de la Flaguerie” ist ein kleiner Privatbetrieb, der seine Produkte fast ausschließlich regional verkauft. Die engen und verwinkelten Straßen im normannischen Hinterland trieben unseren Busfahrer Dirk nahezu zur Verzweifelung.

Nach einem ereignisreichen Tag wurde auch schon der letzte Abend in der französischen Normandie angebrochen. Selbstverständlich ging es wieder an den Strand, um ein letztes mal einen erneut atemberaubenden Sonnenuntergang anzuschauen.

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Mit einer Portion Wehmut verließen wir den Küstenort Asnelles und den liebgewonnenen Strand. Die Ruinen haben wir immernoch wahrgenommen, aber man empfand sie nicht mehr als Fremdkörper, sondern als natürlichen Teil der Landschaft. Es ist gut, dass man sie hat stehen lassen.

Freitag, 22. Juni 2018.

Der letzte Tag war wenig spannend. Nach einem letzten Frühstück im Hotel brachte der Bus den Kurs in 12 Stunden zurück ins vertraute Deutschland. Auf der Fahrt wurde viel geschlafen, über die vergangen Tage sinniert und viel gelacht. Und so wird der ein oder andere Insider der Studienfahrt wohl noch lange innerhalb des Kurses bestehen bleiben.

Verfasst von Christina Eßer und Lukas Kellers. (Geschichte-LK 2017-2019)

Römer zum Anfassen – Ausflug der 6b

Aufgrund des großen Interesses, das die Schüler*innen der Klasse 6b im Unterricht am Thema „Rom in der Antike“ zeigten, bekamen sie die Möglichkeit am vergangenen Dienstag den Römern im nahe gelegenen Neuss einen Besuch abzustatten. In Begleitung von Frau Hollaus und Frau Gesell konnten die Kinder die Sonderausstellung „Römer zum Anfassen“ im Clemens Sels Museum erkunden.

Wie fühlt sich eine Metallrüstung auf der Haut an? Wie schwer waren die einzelnen Teile des Marschgepäcks eines römischen Infanteristen? Wie mahlten die Römer Mehl? Zahlreiche Rekonstruktionen durften angefasst, angezogen und ausprobiert werden und boten den Schüler*innen auf diese Weise einen ganz neuen Einblick die Lebenswelt der Römer abseits des üblichen Geschichtsunterrichts.

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Wer auch einmal auf diese Weise in das alte Rom eintauchen möchte, muss sich beeilen, denn die Sonderausstellung ist nur noch bis zum 10.06. in Neuss zu Gast und zieht dann weiter.

Marie Gesell und Regina Hollaus

Die Europawoche am FMG: Europapolitik ganz nah

Einer Europawoche kommt an einer Europaschule eine besondere Bedeutung zu. So freute sich das Franz-Meyers-Gymnasium außerordentlich, mehrere für Mönchengladbach bedeutende Politikerinnen und Politiker an der Schule begrüßen zu dürfen. Die Jahrgangsstufen 7, 9 und Q1 bereiteten hierzu mit ihren Lehrerinnen und Lehrern Fragestunden, Projekte und Diskussionen vor.

Den Anfang machten am Freitag (04.05.2018) Gülistan Yüksel (MdB, SPD) und Jochen Klenner (MdL, CDU), die sich als Interviewpartner für die 9. Klassen des Franz-Meyers-Gymnasiums zur Verfügung stellten. Während bei Frau Yüksel nach einem EU-Quiz vor allem Fragen zu aktueller Politik beantwortet wurden, stellte Herr Klenner die Frage in den Mittelpunkt, was Politik überhaupt ist und bedeutet. Beide machten mit viel Herzlichkeit deutlich, dass Politik nicht einfach nur „dort oben“ oder „weit weg“ stattfindet, sondern direkt vor Ort, mitten unter uns. Mit viel Einsatz warben sie vor allem für mehr politisches und gesellschaftliches Engagement bei der Jugend.

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Herr Klenner im Interview

Frau Yüksel verwies auf die Bedeutung von Wahlen, gab aber zudem ganz praktische Beispiele, wie auch Jugendliche ihre Interessen in die Politik weitertragen könnten: So gäbe es Jugendorganisationen von jeder Partei, aber Politiker und Politikerinnen seien auch immer Ansprechpartner und freuten sich über Briefe. Herr Klenner machte deutlich, dass sich viele Schülerinnen und Schüler bereits engagierten und ihnen einfach nur nicht bewusst sei, wie politisch ihre Arbeit ist. Denn, so die Quintessenz, wenn Politik die Regeln unseres Zusammenlebens gestaltet, ist dann nicht jegliches Engagement politisch? Das Feedback der Schülerinnen und Schüler jedenfalls war durchweg positiv und einige schienen ermutigt, schon bald Stift und Papier in die Hand zu nehmen und die eine oder andere Frage per Brief an die Politiker zu stellen.

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Frau Yüksel stellt sich und Europa vor.

Am Montag (07.05.2018) nahmen sich zu diesem Anlass Frau Petra Kammerevert (MdEP, SPD, Vorsitzende des Ausschusses für Kultur und Bildung) und Herr Dr. Günter Krings (MdB, CDU) die Zeit, an unsere Schule zu kommen. Moderiert vom Leistungskurs Sozialwissenschaften der Q1 stand bei Frau Kammerevert das Thema der Europäischen Identität im Mittelpunkt, beziehungsweise die Frage, wie Menschen für ein Mehr an Europa gewonnen werden können – gerade in Zeiten eines erstarkenden Nationalismus innerhalb Europas. Mit viel Gespür für die Interessen und Sprache der Schülerinnen und Schüler brachte Frau Kammerevert ihnen die EU näher, machte sie konkreter und greifbarer. Deutlich betonte sie, dass ein Heimatgefühl einerseits und ein Zugehörigkeitsgefühl zur EU andererseits keinesfalls ein Gegensatzpaar bilden, sondern vielmehr eine Symbiose, die zusammen eine Europäische Identität gestalten. Alte Identitäten zu wahren und neue zuzulassen, sich über gemeinsame Geschichte und Kultur zu definieren, ohne Unterschiede gleich zu machen, sei ihre Herangehensweise. Und so sprach sie sich auch gegen Englisch als Amtssprache im Parlament aus.

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Frau Kammerevert im Gespräch mit unserern Schülern

Mit einem Herz für die Region („Natürlich war ich gestern bei der Fortuna im Stadion!“) und einer Leidenschaft für die EU („Der Reiz an EU-Politik ist, mit den unterschiedlichen Mentalitäten gemeinsam gute Lösungen für Bürgerinnen und Bürger zu finden!“) transportierte sie diesen Gedanken der Symbiose authentisch und lebendig. Auf die Frage, welche der Zukunftsvisionen des Kommissionspräsidenten Juncker sie selbst präferieren würde, antwortete sie mit einem eigenen Modell: Dort verstärkt EU-Politik zu betreiben, wo es notwendig ist, beispielsweise in der Steuer- und Sozialpolitik, die Regelungswut der EU in anderen Bereichen jedoch zurückzunehmen und nationalen und kommunalen Ebenen hier mehr zu vertrauen.

Was jedoch können nun Schülerinnen und Schüler für ein starkes Europa leisten? Auch hier wusste Frau Kammerevert konkrete Lösungen: Zivilcourage zeigen gegen Rassismus und Populismus, sich in Gesprächen für eine Weiterentwicklung der EU stark machen, sich engagieren in parteilichen und überparteilichen Organisationen und die Angebote der EU, wie zum Beispiel das Erasmus Plus-Projekt, wahrnehmen.

Kammerevert4Nach 60 Minuten in sehr angenehmer Atmosphäre verabschiedete sich Frau Kammerevert und hinterließ Interesse, Neugier, konkrete Handlungsvorschläge und Vorfreude auf den Besuch des EU-Parlaments der Sozialwissenschaftskurse im November.

Kammerevert2Herr Dr. Krings verriet dem Leistungskurs Geschichte der Q1während einer kurzen Vorstellungsrunde, dass er auch ein paar Semester Geschichte studiert hat und stellte die Nähe von Politik und Geschichte in den Vordergrund.

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Herr Dr. Krings mit den Moderatoren

Die moderierenden Schülerinnen und Schüler leiteten dann zu den inhaltlichen Schwerpunkten über: Europapolitik und europäische Geschichte. Herr Dr. Krings vermochte es, die Schülerinnen und Schüler in das Gespräch einzubinden und ging stets auf die Lebenssituation und die Interessen seiner Gesprächspartner ein. So wurde beispielsweise über den europäischen Einigungsprozess, die Bedeutung der Weltkriege, sowie über Nationalismus und Antisemitismus debattiert. Auch der internationale Terrorismus, die innere Sicherheit und der Themenbereich Migration stellten Diskussionspunkte dar.

Krings4Es fand ein ausgewogener und sachlicher Gedankenaustausch in lockerer Atmosphäre zwischen Schülerinnen und Schülern und ihrem Gastredner statt. Die Schülerinnen und Schüler waren jedenfalls begeistert.

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Am Mittwoch wird noch Herr Frank Boss (MdL, CDU) mit den siebten Klassen an einem Europaprojekt mitwirken, um zu zeigen, dass politische Bildung auch schon bei den jüngeren Schülerinnen und Schülern beginnen kann.

Die Gespräche zur Europawoche am FMG waren demnach sehr ertragreich für alle Beteiligten. Wir freuen uns auf eine Wiederholung!

Reaktion Frau Yüksel: https://mg-heute.de/diskussion-in-giesenkirchen-ich-wuensche-mir-einen-aufbruch-zu-einem-solidarischen-europa/

Katja Vollbach und Markus Köhn

Exkursion der neunten Klassen ins Haus der Geschichte

Am vergangenen Donnerstag stand der alljährliche Besuch der neunten Klassen des Hauses der Geschichte in Bonn an. Begleitet wurde der diesjährige Ausflug von den Geschichtskollegen Frau Nierhoff-Dittmann, Frau Gesell, Herr Sproch und Herr Mrosek.

Im Laufe des Vormittages nahm immer eine Schülergruppe an einer Führung durchs Museum teil, während die anderen in ihrer freien Zeit am nahe gelegenen Rheinufer und im Freizeitpark Rheinaue flanieren konnten.

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Das Haus der Geschichte bietet eine Ausstellung, die sich auf die deutsche Geschichte nach 1945 bezieht, sodass die Schüler in der neunzigminütigen Führung einen Überblick über die Höhen und Tiefen der deutschen Geschichte vom Ende des Zweiten Weltkrieges über die deutsche Teilung und Wiedervereinigung bis hin zu aktuellen Thematiken wie der europäischen Flüchtlingskrise erhielten. Dabei wurde sowohl die politische Ebene des jeweiligen historischen Abschnitts wie auch das Alltagsleben der Menschen beleuchtet.

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Die kompetenten Führungen kamen bei Schülern wie Lehrern sehr gut an und auch die spektakulären Ausstellungsstücke des HDG zogen immer wieder interessierte Blicke auf sich. Lässt man die zähe Verkehrslage auf Hin- und Rückfahrt außer Acht, war es für alle Beteiligten ein rundum gelungener Vormittag!

Marie Gesell und Stefan Mrosek

FMG-Schüler im Radio – Europa goes “ON AIR”

Die beiden Q2 Zusatzkurse Geschichte des Franz-Meyers-Gymnasiums haben in Kooperation mit dem Internetradiosender „Gladbach Plus“ unterschiedliche Beiträge zum Thema „Europa in historischer Perspektive“ aufgenommen. Dabei sollten die Schülerinnen und Schüler ein selbst gewähltes historisches Themengebiet so aufarbeiten, dass ein für die Zuhörer interessanter Beitrag entsteht. Die Besonderheit dabei ist die europäische Perspektive, mit der die Schülerinnen und Schüler historische Probleme und Phänomene mit aktuellem Bezug erarbeiten sollten. Neben Interviews entwickelten die Schülerinnen und Schüler Gedichte, Diskussionen, historische Erzählungen und vieles mehr, die einen Einblick in wichtige (aber bei weitem nicht alle) Stationen der für uns noch heute bedeutenden Europäischen Geschichte bieten sollen.

29496222_1825180904200671_8931753732150743932_nDer erste Teil wird am Sonntag, dem 18.03.2018 um 13.00 Uhr bei gladbach-plus.de ausgestrahlt. Der zweite Teil folgt am  25.03.2018 um die gleiche Zeit.

Ein besonderer Dank gilt Herrn Schiro von gladbach-plus.de, der durch seine Kompetenz und seinen Einsatz dieses Projekt erst möglich machte.

 Thomas Rettwitz