Kunst-Ausstellungen: Spurensuche und Vielfalt

Foto Kunst 2016 3Am Ende eines künstlerischen Prozesses steht die Ausstellung – was im realen Leben das Ziel vieler Künstlerinnen und Künstler ist, gilt auch für die Schülerinnen und Schüler des FMG. Die jüngsten Kunstausstellungen fanden im März in der Stadtteilbibliothek und vor wenigen Tagen aus Anlass des Schulfestes statt. Dort zeigten die Kunstkurse der Jahrgangsstufe Q1 Arbeiten, die im Anschluss an eine Exkursion zur Kunstakademie Düsseldorf unter der Leitung von Frau Fouchs entstanden. Vor allem die große Vielfalt in der künstlerischen Auseinandersetzung und die professionelle Umsetzung führten zu viel Lob und Interesse an der Ausstellung mit dem Titel „Unity in Diversity“ (Fotos 1 und 2). Bereits im Frühjahr präsentierten Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe Q2 unter Leitung von Frau Kusinski die Ausstellung „Biografische Spurensuche“ zum Kunstbereich der Ästhetischen Forschung. Dazu erstellten sie im Unterricht „Koffer und Kisten voller Leben“, schufen so fiktive Biografien oder rekonstruierten den real gegebenen Lebenslauf einer Person aus der Vergangenheit (Fotos 3 und 4). Danke an alle Künstlerinnen und Künstler!

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Rundgang durch die Kunstakademie

Foto Kunst 1Der blaue Himmel verrät es: Schon vor Karneval starteten zwei Kunstkurse der Jahrgangsstufe Q1 zur Exkursion nach Düsseldorf. Dort besuchten die Schülerinnen und Schüler des FMG mit Frau Fouchs und Herrn Henschel die einmal jährlich zum Rundgang geöffneten Räume der Kunstakademie wie den Kursraum von Andreas Gursky (siehe Foto unten). Felix Spitz schrieb dazu den folgenden Bericht:

Die Kunstakademie ist eine staatliche Kunsthochschule, welche 1773 gegründet wurde und jegliche Bereiche künstlerischer Tätigkeit repräsentiert, ergo keinen spezifischen Schwerpunkt aufweist. Der Ausflug diente jedoch nicht nur der generellen künstlerischen Weiterbildung, sondern zugleich der Inspiration und Hilfestellung für eine während des Unterrichts anzufertigende Portfolioarbeit. Außerdem resultierten einige höchst relevante Fragen aus dem Besuch, welche folglich Unterrichtsinhalt wurden. So kam z.B. durch abstrahierende Werke die Frage auf, wo Kunst anfängt und aufhört. Die Auseinandersetzung über diese Thematik ist sehr sinnvoll, da die Schülerinnen und Schüler nun Kenntnis über die Rahmenbedingungen und den zu erfüllenden Komplexitätsgrad für ihr Projekt erlangt haben.

Eines Besseren belehrt wurden diejenigen, die zum ersten Mal in solch einer Ausstellung waren und dachten, es gäbe nur Gemälde zu besichtigen. Ganz im Gegenteil wurden sehr viele Bereiche abgedeckt, z.B. die Video Art, die Objektkust oder die Assemblage (die Montage dreidimensionaler Gegenstände oder Gegenstandsteile auf der Bildfläche). Der Austausch darüber war auch von Ahnungslosigkeit geprägt, was der jeweilige Künstler auszudrücken versuchte. Sprich: Man stand vor einem Viereck vor sich hin gärender Butter und zweifelte die Kompetenz der ‚Kunstschaffenden‘ an. Diese Problematik bezog sich jedoch nur auf sehr wenige Werke. Der Großteil der Schülerinnen und Schüler staunte über die Fantasie und die aus den Arbeiten hervorgehende künstlerische Leidenschaft der Kunstakademiker.

Die Kunstkurse nahmen ebenfalls die Möglichkeit wahr, Rücksprache mit den Künstlern zu halten, da so Fragen beantwortet oder weitere Hilfestellungen gegeben werden konnten. Danke an Frau Fouchs und Herrn Henschel für ihr Engagement und die Bereicherung des Unterrichts!

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