Neue AG-Übersicht online

Auch in diesem Halbjahr bietet das FMG wieder ein umfangreiches AG-Programm an. Neben bewährten Arbeitsgemeinschaften wie “Jugend forscht”, dem Erste-Hilfe-Kurs oder dem großen Sportangebot gibt es auch einige neue AGs wie “Rund um die Ausbildung” mit Frau Dr. Bomke oder die Zoo-AG von Frau Grasser und Frau Drolshagen.

Ein besonderer Dank geht an die externen Helfer wie Herrn Schiro vom Online-Radio Gladbach-Plus, der eine Neuauflage seines beliebten Radio-Workshops anbietet, Herrn Novara vom Landgericht Mönchengladbach, der wiederum die Rechtskunde-AG leiten wird sowie vor allem unseren engagierten Schülerinnen Pauline Brauer, Ronja Hornschuh und Lena Wirtz, die unser Programm durch das Schülertheater und Rhönrad bereichern!

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Stefan Mrosek

Das White Horse Theatre spielte “Billy’s Friend” und “Othello” am FMG

„The night is long. It’s very dark. It’s very scary. But with Gerald I’m alright….it’s fantastic to have a friend – a friend who comes when I need help.”

Ein Stück über Toleranz und wahre Freundschaft erwartete unsere Schüler der 5. und 6. Jahrgangsstufen. Speziell auf den Anfangsunterricht der englischen Sprache ausgerichtet, erzählt „Billy’s friend“ die Geschichte eines Jungen, der einen gezähmten Gorilla kennen und schätzen lernt. In einer Serie verrückter Abenteuer, in denen wir, angefangen von Eltern, einem Lehrer, bis hin zu Geschäftsinhabern und Armeesoldaten, erschrockene und aggressive Reaktionen („Gerald, you must hide. They are trying to kill you. I don’t know why. They think that because you’re big and hairy, you must be dangerous.“) gegenüber einem ganz friedlich gesinnten und sensiblen Riesen erleben und schließlich eine Lösung zur Überwindung von Misstrauen, Vorurteilen und Gewalt angeboten erhalten. Dabei fand sich neben der begeisterten, häufig in die Handlung integrierte Schülerschaft schließlich auch ein Lehrer auf der Bühne.

 “Jealousy – the green-eyed monster, which doth mock the meat it feeds on…”

Liebe, Leidenschaft und Eifersucht, Rassismus, Betrug und schlussendlich Mord. Wieder einmal ist Shakespeares literarische Einzigartigkeit, aber doch so universal gültige, Alltagsthemen behandelnde Genialität unter Beweis gestellt: Othello, eine von Shakespeares greatest tragedies, zeigt den Fall eines schwarzen erfolgreichen Generals über welchen durch den Mann, von dem er glaubt, er sei sein bester Freund, und dessen Intrigen und Lügen Unheil in den tragischsten Dimensionen gebracht wird. Oder ließ er sich womöglich doch zu sehr von seiner Eifersucht leiten, als jemand, der „loved not wisely but too well?“

Während sich also die Tragödie vor unseren Augen entwickelte, sahen wir als Zuschauer brennende Liebe, Siegestriumph, Amusement, emotionale Kaltblütigkeit, Eifersucht, Neid, und Treue. Gefühle, die universal, die zeitlos sind und einfach menschlich.

Insgesamt bekamen die Schüler die Möglichkeit, entweder erneut oder zum ersten Mal mit Shakespeare und auch der Sprache seiner Zeit in Berührung zu kommen und so das Abiturthema „Shakespeare“ auf einmal andere, vielleicht unterhaltsamere, Weise zu erfahren.

Aus zeittechnischen Gründen wurde ein auf 90 Minuten reduziertes Stück gezeigt, das allerdings nichts an dramatischer, emotionaler Energie vermissen ließ.

Wir danken der Theatergruppe ganz herzlich für diesen wundervollen Vormittag, an dem die englische Sprache auf so authentische und unterhaltsame Weise erlebt werden konnte und hoffen sehr, sie bald wieder bei uns begrüßen zu dürfen!

Nadine Böhle und Maren Hölscher

Mut und Freundschaft auf der Bühne

Foto Wunschpunsch 2016Zu den schönsten Unterrichtsveranstaltungen im ersten Jahr am FMG zählt erfahrungsgemäß der Besuch im Theater. Diesmal sahen die Fünftklässlerinnen und Fünftklässler die Aufführung des Familienstücks “Der Wunschpunsch” nach dem gleichnamigen Roman von Michael Ende im Rheinischen Landestheater Neuss – und die Erwartungen wurden einmal mehr erfüllt. Der Kater Maurizio und der gescheite Rabe Jakob verbünden sich, um die Pläne des auf Geheiß bösen Zauberers Irrwitzer und seiner Tante Tyrannja rechtzeitig zu durchkreuzen. Blitz und Donner, Nebelschwaden und originelle Details auf der Bühne beeindruckten das junge Publikum dabei ebenso wie der Mut und die Freundschaft der beiden Protagonisten, die mit vereinten Kräften die Welt retten. Bretter, die die Welt bedeuten – Applaus!

Theater-AG präsentiert Thriller

Foto Theater 2016Im Schutz der Dunkelheit agieren die, die nichts Gutes wollen, die stehlen, die rauben und morden. Es ist also nur verständlich, wenn die Dunkelheit unter Verdacht steht. Aber hat sie all die Taten begangen? Wie wird ein solcher Prozess ausgehen? – Die Theater-AG des FMG unter Leitung von Frau Hellmuth lädt in diesem Jahr zu einem selbst erdachten phantastischen Thriller mit dem Titel „Der Schatten im Licht“. Die Aufführungen finden am Donnerstag und Freitag, 16. und 17. Juni, um 19:30 Uhr im Pädagogischen Zentrum am Asternweg statt. Karten kosten drei Euro für Schülerinnen und Schüler und fünf Euro für Erwachsene.

Englisches Theater: Fear in the Forest

englisches theaterJosie is lost in a deep, dark forest where nothing is what it seems. She knocks at the door of a strange house. But who lives here, and what dangers lurk in the dark and stormy forest? Josie’s scary night builds to an exciting climax of suspense and fear…

So spannend begann die Aufführung des White Horse Theatres für die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 6 und 7. Vier junge Schauspielerinnen und Schauspieler aus Großbritannien, die extra für die Theatercompany gecastet worden waren, spielten das kurzweilige Stück über ein mutiges Mädchen und drei tolpatschige Schurken auf der Bühne im PZ des FMG. Das Besondere für das junge Publikum war dabei, dass das Schauspiel in englischer Sprache aufgeführt wurde und die Zuschauer durch pfiffige Dialoge und komische Einlagen zum Lachen gebracht wurden. Anschließend durften die interessierten Schülerinnen und Schüler die Gäste mit persönlichen Fragen löchern, natürlich auch auf Englisch. So erfuhren sie etwas über Lieblingsvereine in der Premier League, die komischste Szene oder das peinlichste Erlebnis auf der Bühne. Ein durchweg gelungenes Spektakel!

Steffi Seidel

Theaterbesuche: Kästner und Kafka

Foto Theater 2015 1Unterschiedlicher können Stoffe kaum sein: das weitgehend unbekümmerte Dasein der Kinder in “Das doppelte Lottchen” von Erich Kästner und die beklemmende Ausweglosigkeit in Franz Kafkas Roman “Der Prozess”. Beide Erzählwerke aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts bearbeitete das Rheinische Landestheater Neuss für die Bühne und fand bei den Aufführungen kurz vor den Weihnachtsferien ein begeisterungsfähiges Publikum vom Asternweg. Während die Fünftklässlerinnen und Fünftklässler des FMG fröhlich klatschten, verhalf die Bühnenfassung des Fragments von Kafka dem Deutsch-Leistungskurs der Jahrgangsstufe Q2 zum besseren Verständnis des Textes und seiner Deutung. Lohnenswert!

Jörg Schippers

Besuch in der Hochschule für Musik und Tanz

school+meets+operaEs begann mit einer Videobotschaft, die Herr Dr. Ragazzi, Herr Hegmann und Frau Dr. Veggian, die Italienischlehrkräfte am FMG, den Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe Q1 im Unterricht präsentierten. Mit dieser hatten Studierende der Gesangsklasse und für szenischen Unterricht an der Musikhochschule Köln (Standort Aachen) nicht nur das berühmte Duett “La ci darem la mano” aus W.A. Mozarts Oper “Don Giovanni” für die Italienischkurse umgesetzt, sondern zugleich zu einem Konzert eingeladen. Obwohl eher zu vermuten war, dass die meisten Schülerinnen und Schüler vor der Gattung Oper zurückschrecken, konnte man am letzten Schultag vor den Osterferien während des Konzerts im Kammermusiksaal der Musikhochschule in gebannte Gesichter junger Menschen blicken, die dem am Klavier begleiteten Gesang lauschten und die szenische Umsetzung zu Arien und Duetten von Verdi, Rossini oder Mozart mit großem Interesse verfolgten. Die Studierenden hatten mit didaktisch zugeschnittenen einleitenden Kommentaren das Verständnis für die einzelnen Szenen erleichtert. Nach dem Konzert hatten die Gäste Gelegenheit, die jungen Musikerinnen und Musiker zu ihrem Beruf und der Relevanz der italienischen Sprache in der Opern- und Theaterwelt zu befragen. School meets opera – ein einmaliges Ereignis, dass die Schülerinnen und Schüler so schnell nicht vergessen werden!

Melinda Veggian

“Stones”: Theater auf Augenhöhe

Stones_1Auf der Bühne, aber doch auf Augenhöhe präsentierten sich die Darsteller des Aachener Grenzlandtheaters bei ihrem Gastspiel am FMG: Mit zwei Aufführungen des temporeichen Jugendstücks „Stones“ von Tom Lycos und Stefo Nantsou fesselten sie jeweils eine Stunde lang die Acht- und Neuntklässlerinnen im Pädagogischen Zentrum am Asternweg. Das Stück handelt von der Freundschaft der beiden Jungen Flo und Diesel, die sich aus Langeweile gegenseitig mit Mutproben herausfordern. Als sie auf einer Autobahnbrücke beweisen wollen, dass sie ganze Kerle sind, passiert ein schreckliches Unglück: Ein Mensch kommt zu Tode. Die beiden Jugendlichen, eindrucksvoll verkörpert von Mateusz Dopieralski und Jan-Friedrich Schaper, gehen unterschiedlich mit der Frage nach ihrer Schuld um und berühren so die Lebenswelt des jugendlichen Publikums. Die Schülerinnen und Schüler verfolgten die abwechslungsreiche Vorstellung jedenfalls äußerst aufmerksam. Dabei wurden überdimensionale Bauklötze stets zu neuen Kulissen, der Einsatz einer Loop-Station sorgte für eine nachhaltige Geräuschkulisse. In der Nachbesprechung mit der Theaterpädagogin Anja Geurtz und den beiden Darstellern wurden vor allem das offene Ende und die Freundschaft der beiden Jugendlichen thematisiert – ein Bühnengeschehen, das Betroffenheit auslöste und somit bleibenden Eindruck hinterließ.

Foto: Kerstin Brandt-Heinrichs

Viel Theater im Januar

ec_aef108c79a18df1b169bc185357f671cBühnenbezogen zu unterrichten ist einer der Grundsätze am FMG, wenn es um die Besprechung von Dramen geht. Im Januar besuchten und besuchen gleich mehrere Jahrgänge Aufführungen auf den „Brettern, die die Welt bedeuten“, darunter auch zu epischen Texten. Den Anfang machten die fünften Klassen, die gleich zu Beginn des Jahres die altersgerechte Umsetzung von Jostein Gaarders philosophischem Roman „Sofies Welt“ am Rheinischen Landestheater Neuss sahen – eine moderne Inszenierung mit Rap-Einlagen und Videoinstallationen. Am Dienstag, 27. Januar, gastiert das Grenzlandtheater Aachen mit „Stones“ von Tom Lycos und Stefo Nantsou am Asternweg. Das Jugendstück für die Jahrgangsstufen 8 und 9 zeigt die Freundschaft zwischen zwei Jungen, die sich aus Langeweile gegenseitig mit Mutproben herausfordern, bis ein schreckliches Unglück geschieht: „Das Stück plädiert nicht für schuldig oder unschuldig – es konfrontiert die Zuschauer mit der ganzen Ernsthaftigkeit des Geschehenen.“ Zwei Tage später heißt es zum Halbjahresende noch einmal „Vorhang auf“ für die Deutsch-Leistungskurse der Jahrgangsstufe Q1, die in Neuss die Bühnenfassung von Joseph Roths Roman „Hiob“ unter die Lupe nehmen.

Aufführung und Workshop zu „Kabale und Liebe“

IMG_6164Was unterscheidet die Aufklärung vom Sturm und Drang? Wie kann die Bedeutung der Standesunterschiede im 18. Jahrhundert heute vergegenwärtigt werden? Welche Ansprüche dürfen an eine Liebesbeziehung gestellt werden? – Zu Beginn der Beschäftigung mit Friedrich Schillers bürgerlichem Trauerspiel „Kabale und Liebe“ erarbeiteten die Schülerinnen und Schüler der Leistungskurse Deutsch (Jahrgangsstufe Q1) im Rahmen eines Workshops Fragen und Antworten zu dem für den Unterricht vorgegebenen Stück. Dabei ließen sie sich von Theaterpädagogin Marion Kaeseler zu eigenen szenischen Darstellungen und Rollentexten motivieren, die schon kurz darauf mit einer modernen Adaption des Dramas auf der Bühne verglichen werden konnten: Wie mehrere Kurse der Jahrgangsstufe Q2 besuchten die beiden Leistungskurse die Aufführung des Rheinischen Landestheaters Neuss mit bewegenden Momenten auf den „Brettern, die die Welt bedeuten“. Bühnenorientierter Unterricht, der sich bewährt hat – eine Rezension der Schülerinnen und Schüler ist in Kürze auf der Facebook-Seite der Schule nachzulesen.

Regina Hollaus und Jörg Schippers