Italienisch

Warum sollte man Italienisch lernen?

Italienisch ist eine romanische Sprache, die in Italien und in der Schweiz (Tessin) gesprochen wird. Gerade für Deutsche ist das Beherrschen der italienischen Sprache aus vielerlei Gründen von großem Nutzen:

  1. Italien ist ein äußerst beliebtes Reiseland. Daher können Kenntnisse der italienischen Sprache auch für den privaten Kontakt genutzt werden.
  2. Deutschland und Italien sind durch eine lange Geschichte engster Beziehungen miteinander verbunden, die in allen Bereichen der Kultur ihre Spuren hinterlassen haben.
  3. Italienisch ist eine Kultursprache: Sie hat bedeutende belletristische und kulturgeschichtlich relevante Werke hervorgebracht, die die europäische Zivilisation mitgeprägt haben (Dante, Petrarca, Machiavelli, …; Sprache der Musik).
  4. Durch die Sprachverwandtschaft mit anderen romanischen Sprachen kann Italienisch als Brückensprache fungieren: Wer Italienisch kann, ist in kurzer Zeit in der Lage, zumindest eine hohe Lesekompetenz in weiteren romanischen Sprachen (Französisch, Spanisch, Portugiesisch) zu erwerben. Der gemäß Mehrsprachigkeitskonzeption angelegte Unterricht bringt auch für die anderen Fremdsprachen Nutzen.
  5. Deutschland ist für Italien der wichtigste Exportpartner; für den deutschen Außenhandel steht Italien beim Import und beim Export an vierter Stelle – d.h. weit vor Spanien, und teilweise sogar vor Großbritannien. Somit bietet sich mit italienischen Sprachkenntnissen eine Fülle von Berufsmöglichkeiten.

Was wird vermittelt?

Am Franz-Meyers-Gymnasium ist das Lehrwerk „In Piazza neu“ (Verlag C.C. Buchner) eingeführt.
Im ersten Unterrichtsjahr lernen die Schülerinnen und Schüler verschiedene italienische Alltagssituationen kennen, und sie üben, diese sprachlich zu bewältigen. Bis zum Ende des zweiten Lernjahres ist der Erwerb der Basisgrammatik weitgehend abgeschlossen.
Literarische Texte und Sachtexte sowie Musik und Filme in Originalfassung intensivieren den Einblick in die Kultur und die Geschichte des Landes.
In der Stufe Q1 erlauben die erworbenen Kompetenzen die Auseinandersetzung mit Liedern und Gedichten, die Behandlung aktueller Themen an Hand von Sachtexten (insbesondere journalistischer Herkunft) und die Lektüre einfacher Ganzschriften (Kurzprosa, Auszüge aus Romanen und Theaterstücken). In der Stufe Q2 werden die Kenntnisse vertieft.
Nähere Hinweise zum Curriculum und den inhaltlichen Vorgaben für das Zentralabitur finden Sie auf den Webseiten des Schulministeriums: www.learn-line.nrw.de

Welche Berufs- und Studienmöglichkeiten gibt es?

Berufsmöglichkeiten verbessern sich durch nachgewiesene Italienischkenntnisse vor allem in solchen Wirtschaftssektoren, die unmittelbar die Handelsbeziehungen zwischen Deutschland und Italien betreffen: Tourismus, Mode, Design, Lederwaren, Nahrungsmittelbranche, Keramikindustrie, Großhandel, Banken.

Studienmöglichkeiten mit weiterführenden Qualifikationen: Lehramt bzw. gestufte Studiengänge (Bachelor, Master), Übersetzer/ Dolmetscher, Diplom (z.B. Wirtschaftswissenschaften und zwei Sprachen).

In vielen Studienfächern, wie z.B. Kunstgeschichte und Musik sowie Musikwissenschaft, sind Kenntnisse der italienischen Sprache nicht nur erwünscht, sondern für das tiefergehende Verständnis der Studieninhalte unentbehrlich. Dabei ist es vor allem von großem zeitlichem Nutzen, wenn mit dem Erlernen der Sprache nicht erst an der Universität begonnen werden muss.
Mit sehr guten Kenntnissen des Italienischen sind binationale Studienabschlüsse (also in Deutschland und Italien anerkannt) möglich; so bietet z.B. die Universität Bonn einen Studiengang „Deutsch-Italienische Studien“.