Frankreich-Austausch Teil 2: Compiègne am FMG

Unser diesjähriger Frankreichaustausch mit Compiègne erlebte seine Fortsetzung in Giesenkirchen: In der ersten Maiwoche besuchten uns (2. bis 9. Mai) die französischen Gastschüler am Franz-Meyers-Gymnasium! Ungeduldig wurden die Corres schon erwartet und am Asternweg in Empfang genommen. Nach der Begrüßung durch Herrn Bruder konnten unsere Gäste mit den deutschen Austauschpartnern nach Hause gehen und den ersten Abend in den Gastfamilien verbringen. Man kannte sich ja bereits!

Der erste Ausflug am Mittwoch führte uns nach Münster, wo die Stadt und der Friedenssaal des Rathauses im Rahmen einer Stadtführung besichtigt wurden.

MünsterAm Donnerstag stand der gemeinsame Ausflug nach Köln auf dem Programm. Hier konnten die deutschen und französischen Correspondants gemeinsam Zeit verbringen und die Stadt entdecken.

Freitags durften wir staunen über die „Wunder der Natur“: Im Gasometer in Oberhausen wurden wir durch die aktuelle, sehr beeindruckende Foto-Ausstellung geführt, die unbekannte Einblicke in die Tier- und Pflanzenwelt ermöglicht.

Am Wochenende hatten nun die französischen Schüler die Gelegenheit, das Leben in den Gastfamilien kennenzulernen. Sie nutzten die Zeit für Unternehmungen, Ausflüge in die Umgebung und Treffen mit anderen Correspondants.

IMG_5384editDer Schulalltag an einer deutschen Schule stand am Montag am FMG auf dem Programm: Die französischen Austauschschüler schnupperten in verschiedene Fächer und verschiedene Klassen hinein. So bekamen sie einen Eindruck, wie der Schulalltag ihrer deutschen Correspondants aussieht und konnten Unterschiede und Gemeinsamkeiten im Schulsystem entdecken.

In dieser Woche wurde viel gelacht, viel erlebt, viel Neues entdeckt, Freundschaften wurden vertieft: Die Franzosen wären gern noch in Mönchengladbach geblieben, alle waren beseelt und glücklich, und so flossen viele Tränen beim Abschied am Bus. Auch die zweite Woche des Frankreichaustauschs ist schnell vergangen – vielleicht bleiben Freundschaften bestehen! Erst als der Busfahrer mit lautem Hupen zum Aufbruch mahnte, konnten sich die deutschen und französischen Schüler trennen. Compiègne und Giesenkirchen liegen ja nur wenige Autostunden voneinander entfernt. Gegenseitigen Besuchen steht also nichts im Weg!

Vive l’amitié franco-allemande!

Petra Klein

Frankreich-Austausch Teil 1: Das FMG in Compiègne

Nunmehr 22 Jahre Austausch verbinden Compiègne und Giesenkirchen!

Bereits im März verbrachten 32 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 eine Woche in Compiègne. Viele hatten bereits vorher schon Kontakt zu ihren Correspondants aufgenommen. Dennoch wurde die erste Begegnung mit großer Spannung und Vorfreude erwartet.

Nach der Ankunft an unserer Partnerschule, dem Collège Jacques Monod, erfolgte die Begrüßung durch den französischen Schulleiter M. Gilliot und die Deutschlehrerin Madame Scholz, bevor unsere Schüler mit ihren Austauschpartnern in die Gastfamilien gingen.

Am ersten Tag stand der Empfang durch die Bürgermeisterin im Rathaus von Compiègne auf dem Programm. Sehr freundlich wurden wir dort im historischen Ratssaal begrüßt.

RathausCompiegneAm nächsten Tag fuhren wir in Richtung Norden, um die Stadt Lille im Rahmen einer Stadtführung kennenzulernen. Architektur, Geschichte, schöne Geschäfte und das Flair der Studentenstadt gefielen allen sehr. Mit einer Stadtrallye erkundeten die Schüler die Stadt, wobei auch Passanten angesprochen wurden, um an Informationen zu gelangen. Dieses eröffnete wiederum eine gute Gelegenheit, das bisher erlernte Französisch anzuwenden.

LilleMit dem Geschichtslehrer unserer Partnerschule wandelten wir am Freitag auf den Spuren des Ersten und Zweiten Weltkrieges. Mit Helmen auf dem Kopf konnten wir bei einer Führung die Gedenkstätte in den ehemaligen Steinbrüchen von Machemont besichtigen, die sowohl deutsche als auch französische Soldaten im Ersten Weltkrieg strategisch nutzten. Beim Picknick auf der Wiese vor den Steinbrüchen genossen wir die Frühlingssonne.

SteinbruchAnschließend erfolgte ein Halt in Noyon, um die Kathedrale und das Haus des Reformators Johannes Calvin zu besichtigen. Die Begehung des historischen Ortes endete am berühmten Bahnwaggon, in dem im November 1918 der Waffenstillstand unterzeichnet wurde, welcher den Ersten Weltkrieg beendete.

Das Wochenende verbrachten die Schüler jeweils in ihren Gastfamilien. So hatten sie die Möglichkeit, das französische Familienleben, die Kultur, französisches Essen und ihre Correspondants näher kennenzulernen.

Am Montag stand dann der Höhepunkt der Woche auf dem Programm: Paris! Vom Arc de Triomphe genossen wir die Aussicht auf Frankreichs Hauptstadt. Daraufhin konnten wir das Flair auf den Champs-Elysees erleben, bevor wir auf dem Weg nach Compiègne noch den Eiffelturm besichtigten.

ParisNun war der erste Teil des Austauschs schon fast zu Ende: Nach dem letzten Abend in den Familien und mit den neuen Freunden, hieß es am Dienstagmorgen am Bus Abschied nehmen! Nicht so leicht, aber der zweite Teil des Austauschs stand ja noch bevor!

Petra Klein

Finnische Gäste treffen auf rheinische Tradition und moderne Kunst

Am Franz-Meyers-Gymnasium ist rund um den Europa-Tag richtig was los! Italienische, französische und finnische Gäste beleben und bereichern den Schulalltag. Zudem stehen zahlreiche Exkursionen auf dem Programm, die meistens bilingual begleitet werden. Oft dient das Englische als lingua franca.

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Am letzten Freitag machte sich die Gruppe aus Finnland mit ihren deutschen Austauschpartnern auf den Weg nach Düsseldorf. Wer vor allem Helsinki kennt, weiß, dass die finnischen Gäste aus Sipoo (Großraum Helsinki) wahre Experten für moderne Architektur, Kunst und Design sein müssen. Daher brachte die Exkursion zum Medienhafen, in die Altstadt und abschließend ins K21 auch ein wenig Heimatgefühl für die Finnen mit sich, und ein Vergleich mit der modernen Architektur und den Museen zu Hause wurde möglich. Langweilig wurde es ihnen aber nicht, denn den Schülerinnen und Schülern wurde eine etwa dreistündige, sehr dichte geographisch-kunsthistorische Stadtführung von Herrn Köhn geboten. Frau Graeffe aus Finnland, Herr Löffelmann und unsere Fremdsprachenassistentin Elizabeth Brown begleiteten die Gruppe ebenfalls. Die Gehry-Bauten, das Kolorium, die Flossis, der Rheinturm und das gesamte Gebäudeensemble des Medienhafens waren für unsere Gäste sehr überzeugend. Hier konnte man sehen, was Strukturwandel, Transformation, Tertiärisierung und Globalisierung bedeuten, und wie die damit verbundenen Probleme städtebaulich und „jobtechnisch“ gelöst werden können. Anschließend ging es durch den südlichen Teil der Altstadt, der von den Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges zum Glück einigermaßen verschont blieb. Beim Eintritt in die spätbarocke Maxkirche empfing die Gruppe ein Orgelkonzert. Die den Finnen unbekannte barocke Ausstattung der Kirche zog sie mit den Orgelklängen in ihren Bann. Nach diesem Kulturerlebnis standen die üblichen Sehenswürdigkeiten der Altstadt auf dem Programm, wobei vor allem der Marktplatz mit Rathaus und Jan Wellem zu beindrucken wussten. Den langen Tag schloss ein Besuch im K21 ab, wobei die teilweise verstörenden Rauminstallationen zum Nachdenken anregten. Der Höhepunkt war dann Tomás Saracenos begehbare Spinnennetzinstallation „in orbit“, die unter dem transparenten Dach des ehemaligen Ständehauses schwebt und dem Kletterer einen freien Blick in 40 Meter Tiefe ermöglicht.

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Es werden noch weitere Berichte zu den Austauschprogrammen folgen.

Italienaustausch 2017 – Teil 1: Germania

In der Woche vom 31.03 bis zum 7.04.2017 hatten wir, die Italienisch-Schüler der EF, unsere italienischen Austauschschüler und -schülerinnen aus Lodi zu Gast in Mönchengladbach. Zum Start in die Austauschwoche empfingen wir die Italiener mit einem Buffet bestehend aus Spezialitäten der Region in der Cafeteria. Nach einem ersten Kennenlernen ging es in die Familien, mit denen wir auch das Wochenende verbracht haben.

Ab Montag startete dann das umfangreiche und vielseitige Programm mit einem Ausflug nach Köln in Begleitung von Frau Graf und Herrn Hegmann. Hier lernten unsere Austauschschüler nicht nur den Kölner Dom, sondern auch viele andere Sehenswürdigkeiten im Zuge einer Stadtrallye kennen, von der alle sehr begeistert waren. Der Tag endete mit einem Besuch in den Ford Werken in Köln-Niehl.

Für den nächsten Ausflug am Dienstag überquerten wir mit Herrn Dr. Ragazzi und Herrn Jansen sogar die Landesgrenze zu den Niederlanden, um die Stadt Maastricht und ihre beeindruckenden Grotten zu besichtigen. Um unseren italienischen Gästen noch mehr von unserem Bundesland zu zeigen, fuhren wir am Mittwoch nach Essen, besichtigten die Zeche Zollverein und machten nachmittags eine Hafenrundfahrt in Duisburg.

Unser letzter Ausflug ging erst in die Altstadt von Monschau und anschließend noch nach Aachen, wo wir den weltberühmten Dom mit seiner achteckigen Grundfläche besichtigten.

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Um die Woche abzurunden, verbrachten wir den Freitagvormittag in der Schule. Besonders beeindruckt waren unsere Austauschschüler vom bilingualen Erdkundeunterricht, den sie so noch nicht kannten; Herr Köhn hielt einen Vortrag zum Klimawandel am Beispiel von Grönland. Dann hieß es leider Abschied nehmen, aber zum Glück nur bis September, wenn wir zum Gegenbesuch nach Lodi fahren.

Lisa Arndt und Anna Hasler, EF