Individuelle Förderung

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Individuelle Förderung am FMG

Individuelle Förderung bedeutet, jede Schülerin und jeden Schüler gemäß den eigenen Fähigkeiten und Interessen zu fördern. Diese Seite zeigt, welche Bausteine dafür am FMG zusammenwirken – geordnet nach der Art der Maßnahme, von der Diagnose über den Unterricht bis zu den Angeboten am Nachmittag.

Stärken fördern, Orientierung bieten und ein offenes Ohr haben, wenn es einmal schwierig wird – das ist unser Konzept.

Unsere Bausteine im Überblick

Jede Förderung beginnt damit, den Lernstand genau zu kennen. Neben den Beobachtungen der Fachlehrkräfte nutzen wir zusätzliche Diagnoseverfahren und die Selbsteinschätzung der Schülerinnen und Schüler. So entsteht für Kinder und Eltern ein differenziertes Bild – und daraus die passende Fördermaßnahme.

  • Diagnosetests und Selbsteinschätzung (Klasse 5–7)
    Ergänzend zum Unterricht erheben wir den Lernstand in den Kernfächern. Die Ergebnisse besprechen wir mit den Schülerinnen und Schülern und ihren Eltern.
  • Individueller Lernplan (Klasse 5–7)
    Auf Grundlage der Diagnose erhält jedes Kind einen Lernplan und genau dazu passendes Material, mit dem es in den Förderstunden und im Lernbüro selbstständig arbeitet.
  • Rechtschreibdiagnose in Klasse 5 (Klasse 5)
    Zu Beginn der Klasse 5 ermitteln wir die individuellen Fehlerschwerpunkte. Daraus ergeben sich passgenaue Übungsmaterialien im Lernbüro und, wo nötig, eine gezielte Lese-Rechtschreib-Förderung.
  • Lernstandserhebungen und Feedback (Klasse 8)
    Die Ergebnisse werden den Schülerinnen und Schülern zurückgemeldet und in den Fachkonferenzen Deutsch, Englisch und Mathematik ausgewertet.
  • Empfehlung durch die Fachlehrkräfte (alle Stufen)
    Die Teilnahme an unseren Förderangeboten ist freiwillig, wird aber bei Bedarf ausdrücklich empfohlen. Grundlage ist die enge Abstimmung zwischen Schule und Elternhaus.

Der größte Teil der Förderung findet nicht zusätzlich, sondern im Fachunterricht selbst statt: durch Aufgaben auf verschiedenen Niveaustufen, durch eigenverantwortliche Lernzeit und durch Fächer, die die Kinder nach Neigung wählen.

  • Eigenverantwortliches Arbeiten mit Lernplänen (Klasse 5–10)
    Zu jedem Themenkomplex gibt es einen Lernplan mit Basis-, Themen- und Projektaufgaben auf drei Anforderungsniveaus sowie Lösungen zur Selbstkontrolle. Die Lehrkraft begleitet die Lernprozesse individuell.
  • Digitale Lernumgebungen (Klasse 5–10)
    Moodle-Räume je Jahrgangsstufe mit Erklärvideos, Selbsttests, Simulationen und Zusatzaufgaben – freiwillig nutzbar, zum Wiederholen ebenso wie zum Weiterdenken.
  • Bilingualer Bildungsgang Englisch (ab Klasse 5)
    Verstärkter Englischunterricht ab Klasse 5, ab Klasse 7 aufwachsend Sachfächer in englischer Sprache, in der Oberstufe bis zum bilingualen Abitur.
  • Wahlpflichtbereich (Klasse 9/10)
    Schwerpunktsetzung nach Interesse: Französisch, Wirtschaft plus, Informatik/Physik mit Robotik, Literatur/Theater sowie „Europa verbindet“ und „Gesundheit im Fokus“. Probestunden und persönliche Beratung gehören zur Wahl dazu.

Wer über den Unterricht hinaus üben, aufholen oder in Ruhe arbeiten möchte, findet am Nachmittag ein abgestuftes Angebot – begleitet von Fachlehrkräften, pädagogischen Fachkräften und dafür ausgebildeten älteren Schülerinnen und Schülern.

  • Lernbüro (Klasse 5–7)
    An vier Nachmittagen pro Woche arbeiten die Schülerinnen und Schüler an individuell ausgesuchten Aufgaben in Mathematik, Deutsch, Englisch, Französisch und Latein – betreut von einer Fachlehrkraft und von Lernbegleitern. Es gibt einen Stilleraum für konzentriertes Arbeiten und einen Koop-Raum für die Arbeit mit Mitschülern.
  • Lernbegleitung (ab Klasse 7)
    Nachhilfe in Kleingruppen oder Einzelförderung durch ausgebildete Oberstufenschülerinnen und -schüler in Englisch, Französisch, Latein und Mathematik – einmal wöchentlich und für die Teilnehmenden kostenfrei.
  • Lerntutorium Mathematik (Klasse 9)
    Freiwilliges Tutorium im zweiten Halbjahr, das Lücken aufarbeitet und gezielt auf den Mathematikunterricht der Oberstufe vorbereitet. Es steht auch Schülerinnen und Schülern anderer Schulformen offen, die zu uns in die Oberstufe wechseln möchten.
  • Vertiefungskurse (EF–Q2)
    Kurse zur Festigung der Grundlagen in der Sekundarstufe II, nach Absprache mit den Fachlehrerinnen und Fachlehrern.
  • Übermittagsbetreuung (Klasse 5–7)
    An vier Tagen in der Woche: Hausaufgabenbegleitung in ruhiger Atmosphäre, anschließend Spiel-, Bastel- und Kreativangebote sowie die bewegte Pause in der Sporthalle.
  • Lese-Rechtschreib-Förderung (ab Klasse 5)
    Übungsmaterial passgenau zu den ermittelten Fehlerschwerpunkten, dazu bei Bedarf gezielte Förderung in Kleingruppen oder einzeln – in enger Absprache mit Eltern und Fachlehrkräften.

Manchmal geht es nicht um Wissenslücken, sondern um das Lernen selbst – oder um Sorgen, die weit über die Schule hinausreichen. Dafür gibt es am FMG eigens ausgebildete Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner.

  • Lerncoaching (alle Stufen)
    Eine kurze, lösungsorientierte Beratung: Der Coach gibt keine Lösungen vor, sondern hilft dabei, eigene Ziele und Wege zu finden – bei Zeit- und Lernmanagement, Motivation, Konzentration oder Prüfungsangst. Die Gespräche sind freiwillig und streng vertraulich. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Übergang in die Oberstufe.
  • Beratungsteam (alle Stufen)
    Speziell ausgebildete Kolleginnen und Kollegen beraten bei persönlichen Problemen und in Fragen der persönlichen Entwicklung – für Schülerinnen und Schüler ebenso wie für Eltern, mit festen Sprechzeiten und der Vernetzung zu außerschulischen Partnern.
  • Konzentrationstraining (Sekundarstufe I)
    Lernbegleitendes Angebot für Schülerinnen und Schüler, denen das konzentrierte Arbeiten schwerfällt.
  • Individuelle Laufbahnberatung (alle Stufen)
    Beratung durch die Stufenkoordinatorinnen und -koordinatoren bei Lernschwierigkeiten, bei der Fächerwahl und bei einem Wechsel der Schulform.

Individuelle Förderung heißt auch, Stärken herauszufordern. Dafür entwickeln wir immer neue Aufgaben und öffnen Wege, auf denen Schülerinnen und Schüler ihre Talente zeigen und weit über den Unterricht hinaus arbeiten können.

  • Plusförderung im Lernbüro (Klasse 5–7)
    Knobelaufgaben, Leseprojekte und Sprachspiele in Mathematik, Deutsch und Englisch für Kinder, die mehr wollen.
  • Wettbewerbe (Klasse 5–Q2)
    Jugend forscht, Känguru-Wettbewerb, Mathematik-, Biologie- und Chemie-Olympiade, Heureka, Big Challenge, Fremdsprachenwettbewerb Französisch – begleitet von den Fachlehrkräften von der Themenwahl bis zur Präsentation.
  • Sprachzertifikate (Sek I und II)
    Cambridge Certificate im Englischen und die DELF-Prüfungen im Französischen – international anerkannte Nachweise über den Unterricht hinaus.
  • LeAs – Individuelle Lernangebote: Interessen- und Stärkenförderung (Klasse 5–Q1)
    Unter dem Namen LeA bündeln wir unsere Lernangebote: Jede Schülerin und jeder Schüler wählt jedes Schuljahr neu ein Angebot, das zu den eigenen Interessen und Stärken passt. Das Spektrum reicht von Sport – Tischtennis, Bouldern, Volleyball, Schwimmen sowie Turnen und Akrobatik bis hin zu Vertikaltuch und Trapez – über Musik mit Chor und Stimmbildung und dem Musical „Grenzenlos“ bis zu Sprachen: Niederländisch von Grund auf und die Vorbereitung auf das französische Sprachzertifikat DELF B1/B2. Im Bereich Medien und Technik entwerfen Schülerinnen und Schüler eigene Spielwelten im Game und Level Design, setzen sich kritisch und kreativ mit Social Media auseinander oder lernen die Veranstaltungstechnik im PZ kennen. Dazu kommen das Schulaquarium und die Hochbeete des Schulgartens, ein Buchclub für die Jüngsten, Debattieren mit Blick auf Wettbewerbe – und mit „Lesen, Schreiben, Durchstarten!“ ein Angebot, das Lesen, Rechtschreibung und Konzentration gezielt stärkt. Die meisten LeAs sind jahrgangsübergreifend; einige werden von ausgebildeten Schülerinnen und Schülern oder gemeinsam mit außerschulischen Partnern geleitet.
  • Schüleraustausch und Auslandsaufenthalte (ab Klasse 9)
    Regelmäßige Austauschfahrten zu unseren Partnerschulen in Finnland, Italien und Frankreich. Individuelle Auslandsaufenthalte unterstützen wir bei Planung, Bewerbung und Durchführung.
  • Zweite Fremdsprache parallel (ab Klasse 7)
    Sprachlich besonders begabte Schülerinnen und Schüler können in Einzelfällen Latein und Französisch parallel lernen.

Die schwierigen Momente einer Schullaufbahn sind die Übergänge. Das FMG begleitet sie mit festen Bausteinen – vom ersten Kontakt in der Grundschule bis zur Entscheidung für Studium oder Beruf.

  • Kontakt zur Grundschule (Klasse 4)
    Lehrkräfte des FMG stellen an den Grundschulen das Sprachenangebot vor und experimentieren mit den vierten Klassen. Schnuppernachmittage, Unterrichtshospitationen in unseren fünften Klassen und der Tag der offenen Tür laden an die neue Schule ein.
  • Ankommen in der Erprobungsstufe (Klasse 5/6)
    Willkommensnachmittag vor den Sommerferien, ein Klassenleitungsteam aus zwei Kolleginnen oder Kollegen, die dreitägige Kennenlernfahrt zu Beginn der Klasse 5 und die Klassenleiterstunde für das soziale Miteinander.
  • Austausch mit den abgebenden Schulen (Klasse 5)
    Am Gesprächsnachmittag tauschen sich die neuen Klassenleitungen mit den früheren Lehrkräften aus; die Grundschulen sind zu den Erprobungsstufenkonferenzen eingeladen.
  • Wahl des Wahlpflichtbereichs (Klasse 8/9)
    Informationsabend für Eltern und Kinder, Vorstellung der Fächer, Probestunden und persönliche Beratungstermine – mit Blick auf die spätere Schwerpunktsetzung in der Oberstufe.
  • Übergang in die Oberstufe (Klasse 9 → EF)
    Förderstunden in Mathematik und Englisch, das Lerntutorium Mathematik und ein Lerncoaching mit Schwerpunkt auf diesem Übergang bereiten auf die Sekundarstufe II vor – auch für Wechslerinnen und Wechsler von anderen Schulen.
  • Berufs- und Studienorientierung (ab Klasse 8)
    Im Rahmen von „Kein Abschluss ohne Anschluss“: Potenzialanalyse, Berufsfelderkundung, Berufsorientierungspraktikum, BIZ-Besuch, Uni-Besuchstag, Assessment-Center-Training und individuelle Beratung.

Ein großer Teil unserer Förderung wird von Schülerinnen und Schülern getragen. Sie werden dafür ausgebildet – und lernen dabei selbst: Verantwortung zu übernehmen, gehört an unserer Schule zur individuellen Förderung.

  • Patinnen und Paten (Klasse 5/6)
    Jede Klasse wird in den ersten beiden Jahren von einem Patenteam aus der Oberstufe begleitet, das die Kennenlernfahrt mitmacht und eine wöchentliche Patenpause organisiert.
  • Ausbildung zum Lernbegleiter (EF–Q2)
    Oberstufenschülerinnen und -schüler werden für die Arbeit in der Lernbegleitung qualifiziert und unterstützen jüngere Lernende fachlich und methodisch.
  • Ausbildung zum Lernbürocoach (Mittelstufe)
    Ältere Schülerinnen und Schüler begleiten die Arbeit im Lernbüro und in der Übermittagsbetreuung.
  • Coaching an der Grundschule (Klasse 7/8)
    Schülerinnen und Schüler des FMG coachen Grundschulkinder in Kleingruppen zu Motivation, Organisation, Konzentration und Lernstrategien.
  • Sporthelfer und Schulsanitätsdienst (ab Klasse 8)
    Ausgebildete Sporthelferinnen und Sporthelfer gestalten die bewegte Pause; nach einer Erste-Hilfe-Ausbildung übernehmen Schülerinnen und Schüler den täglichen Schulsanitätsdienst.
  • Sozialpraktikum (Klasse 9)
    Verpflichtend für alle: eine Woche in einer sozialen Einrichtung eigener Wahl. Die Schülerinnen und Schüler übernehmen gesellschaftliche Verantwortung, lernen ein soziales Arbeitsfeld von innen kennen und erhalten dafür ein Zertifikat.

Über die schulweiten Bausteine hinaus entwickeln einzelne Fächer eigene Konzepte, die individuelle Förderung direkt im Fachunterricht verankern.

  • Mathematik (verabschiedet)
    Der Mathematikunterricht ist kompetenz- und problemorientiert zugleich. Nach dem Konzept des Thinking Classroom (Peter Liljedahl) beginnt jedes neue Inhaltsfeld mit einer Denkaufgabe, an der die Schülerinnen und Schüler in Gruppen an vertikalen Whiteboards arbeiten – sichtbar für alle, schnell verworfen und neu gedacht. Der Unterricht läuft dann in zwei Phasen: Zunächst werden die Basiskompetenzen gemeinsam erarbeitet, danach folgt die eigenverantwortliche Lernzeit auf höheren Anforderungsniveaus. Auch die schriftliche Leistungsüberprüfung ist geteilt – ein kurzer Test über das Basiswissen, ein zweiter Test für die Note darüber hinaus. Ziel ist, niemanden ohne gesicherte Grundlagen weiterziehen zu lassen.
  • Englisch (in Vorbereitung)
    Das Konzept setzt auf das Sprechen: In kleinen Gruppen entstehen Sprechsituationen, in denen wirklich alle zu Wort kommen und die Sprache regelmäßig anwenden – statt weniger Beiträge im Plenum.
  • Deutsch (in Vorbereitung)
    Im Deutschunterricht wird kompetenzorientiert gearbeitet. Gefördert wird vor allem über den eigenen Schreibprozess: Er wird in klare Schritte gegliedert – planen, formulieren, überarbeiten –, sodass jede Schülerin und jeder Schüler gezielt an der eigenen Baustelle arbeiten kann.

Dieselben Bausteine, entlang der Schullaufbahn gelesen.

Jahrgang Fördern und begleiten Fordern und orientieren
5 / 6 Lernbüro, Übermittagsbetreuung, Lernplan und Förderstunden, Rechtschreibdiagnose und LRS-Förderung, Klassenleiterstunde, Paten Plusförderung, Profilkurse, bilingualer Bildungsgang, AGs, Wettbewerbe
7 / 8 Lernbüro (Klasse 7), Lernbegleitung, Lerncoaching, Beratung Wahlpflichtwahl mit Probestunden, Sachfächer auf Englisch, Coaching an der Grundschule, Potenzialanalyse, Berufsfelderkundung
9 Lerntutorium Mathematik, Förderstunde Englisch, Lernbegleitung, Lerncoaching Schüleraustausch, Sprachzertifikate, BIZ-Besuch und Berufsinfotag
EF – Q2 Vertiefungskurse, Lerncoaching, Laufbahnberatung Projektkurse, Cambridge Certificate und DELF, bilinguales Abitur, Uni-Besuchstag, Ausbildung zum Lernbegleiter