Das FMG zum Schüleraustausch in Compiègne

Schüleraustausch mit unserer Partnerschule in Compiègne

Jan Wellem

Die französischen Gäste in Düsseldorf (März 2018)

Nachdem wir im März unsere Austauschpartner am FMG zu Gast hatten, ging es für uns, die Schüler der 8. und 9. Klassen, am 13.04.2018 nach Compiègne zum Gegenbesuch. Die Vorfreude war bei vielen von uns schon sehr groß.

Nach einer ungefähr 6-stündigen Busfahrt wurden wir mit offenen Armen in Compiègne empfangen. Anschließend ging jeder zu seiner Gastfamilie, um einen ersten Einblick in das Familienleben zu bekommen. Mit viel Engagement präsentierten die Franzosen uns ihr Land, ihre Kultur und ihre Sprache.

Unsere Partnerschule Unsere Partnerschule 2

An den ersten beiden Wochentagen unternahmen wir Ausflüge ohne unsere Austauschschüler. Das erste Ausflugsziel am Montag war das prähistorische Museum Samara in der Nähe von Amiens. Dort machten wir eine Führung, welche uns das Leben der früheren Zeit näher brachte. Anschließend besichtigten wir zusammen in der Innenstadt von Amiens die Kathedrale und durften danach in kleinen Gruppen die Stadt erkunden.

Vor der Kathedrale iin Amiens

Vor der Kathedrale in Amiens

Am zweiten Ausflugstag besichtigten wir die Biscuiterie Fossier, eine bekannte Keksfabrik in Frankreich, wo die berühmten „biscuits roses“ hergestellt werden. Nachdem wir einen Einblick in das Arbeitsleben der Biscuiterie bekommen haben, fuhren wir mit dem Bus in die Innenstadt von Reims, wo die wichtigste Kathedrale der französischen Geschichte steht; die Krönungsstätte der französischen Könige..

Kathedrale von Reims

Die Kathedrale von Reims

Am darauf folgenden Tag besichtigten wir einige Sehenswürdigkeiten in Compiègne, wie zum Beispiel den Schlosspark vom Palais de Compiègne, die Statue von Jeanne D’Arc und anschließend den Marktplatz. Gegen 11 Uhr kamen die Franzosen aus dem Unterricht zum Rathaus der Stadt, und dort wurden wir zusammen von der stellvertretenden Bürgermeisterin begrüßt.

Gruppenfoto alle mit Bürgermeisterin 18-04-18

Gruppenfoto mit der Bürgermeisterin von Compiègne

Schloss von Compiègne

Das Schloss von Compiègne

Am vierten und letzten Ausflugstag sind wir gemeinsam mit unseren Austauschschülern in die schöne Hauptstadt von Frankreich, Paris, gefahren. Dort angekommen machten wir eine Bootstour über die Seine und sahen die wichtigsten Sehenswürdigkeiten wie den Eiffelturm, die Kathedrale Notre Dame und den Arc de Triomphe. Nach der Bootstour fuhren wir in einen kleinen Park in der Nähe des Place de la Concorde und durften uns für einige Stunden in Gruppen durch Paris bewegen. Einige von uns gingen zum Tour Eiffel und machten Fotos, spazierten über die Champs-Elysées, zum Louvre oder setzten sich an die Seine um das schöne Wetter zu genießen.

Bootsfahrt auf der SeineEIffelturm

Nach dem Ausflug gingen wir in unsere Gastfamilien und verbrachten einen schönen letzten Abend. Am nächsten Morgen verabschiedeten wir uns traurig von den Austauschpartnern und den Familienmitgliedern und fuhren ab 9 Uhr wieder von Compiègne nach Mönchengladbach.

Insgesamt ist uns aufgefallen, dass die Leute aus Frankreich oft freundlicher und offener mit anderen Menschen umgehen und das Schulprinzip am Collège strenger ist als am Franz-Meyers-Gymnasium. Zum Beispiel wurde das Schultor nach dem ersten Klingeln geschlossen und die Schüler, die zu spät waren, mussten klingeln, um wieder rein zu kommen. Außerdem herrscht dort strenges Handyverbot. Zudem begrüßen sich alle Franzosen mit Küssen auf die Wangen und umarmen sich nicht wie bei uns. Zu den vollen Mahlzeiten lag oft Baguette und Käse auf dem Tisch.

Gruppenbild vor dem Schloss von Compiègne

Au revoir et à la prochaine! :)

Generell war es eine tolle Erfahrung für uns alle, diesen Austausch miterleben zu dürfen. Nach dieser einen Woche sind die Grundkenntnisse aus dem Französischunterricht deutlich gewachsen, und wir haben viele neue Leute kennen gelernt. Wir würden jedem diesen Austausch empfehlen, der Interesse hat, die Sprache auf einfache Weise zu verbessern. Jedoch muss man offen dafür sein, Neues zu lernen und versuchen sich anzupassen. Man muss im Voraus wissen, dass es nicht immer so leicht ist, wie man es sich vorstellt.

Der Schüleraustausch 2018 war sehr schön, und wir hoffen für alle, die ihn nach uns machen, dass ihr auch schöne Erfahrungen sammelt!

Ein Bericht von Maya Dittert, Ecem Güngör und Pauline Brauer

Italienaustausch 2017 – Teil 2: Italia

In der Woche vom 22.09. bis zum 29.09.2017 waren wir, die Italienisch-Schüler der Q1, bei unseren Austauschpartnern in Lodi zu Gast. Zum Start in die Austauschwoche empfingen die Italiener uns mit einem Buffet bestehend aus Spezialitäten der Region in der Schule. Nach der großen Wiedersehensfreude ging es dann erstmal in die Gastfamilien.

Am Samstagmorgen begleiteten wir unsere Austauschschüler dann zur Schule, in der sie ein interaktives Theaterstück für uns vorbereitet hatten, worauf wir gemeinsam das facettenreiche Lodi erkundeten.

Am Montag startete dann das umfangreiche und vielseitige Programm mit einem Ausflug nach Pavia. Dort besichtigten wir u.a. die nach einer Legende benannte „Teufelsbrücke“, den Dom von San Michele und die Kirche San Pietro in Ciel D’oro. Nach der Mittagspause, die wir dazu nutzten die Stadt weiter zu erkunden, besichtigten wir noch gemeinsam die Universität der Stadt, die eine der ältesten des Landes ist, und den von Bramante geplanten, aber nicht vollendeten, Dom von Pavia.

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Der nächste Ausflug am Dienstag ging nach Mailand, die zweitgrößte Stadt Italiens, welche gleichzeitig die Hauptstadt der Region Lombardei ist. Dort zeigte uns Herr Dr. Ragazzi einige der schönsten Ecken des Zentrums von Mailand. Am Nachmittag besuchten wir eine Kunstausstellung im Museum von Breda. Der Tag endete mit einer Besichtigung des Castellos Sforzesco.

IMG-20171002-WA0004Für den nächsten Ausflug am Mittwoch nahmen wir eine dreistündige Busfahrt auf uns. Das Ziel war Cinqueterre, das an der Riviera-Küste Italiens liegt. Die Fähre brachte uns in eine kleine Bucht, welche man nur über den Meerweg erreichen kann. Wir genossen den Tag in der Sonne und konnten uns sogar im azurblauen Wasser erfrischen. Das war das frühe Aufstehen am Morgen definitiv wert.

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Unser letzter Ausflug führte uns nach Cremona, das weltweit für die Kunst des Geigenbaus bekannt ist. Dieses seltene Handwerk wurde uns durch den Besuch einer privaten Schule nähergebracht, worauf wir miterleben durften, wie das zweite besondere Produkt der Stadt, das einzigartige Nougat, in der Fabrik der Firma Sperlari hergestellt wird. Die Vielfalt der Leckereien hat uns alle sehr beeindruckt.

Am Freitagmorgen hieß es dann leider auch schon Abschied nehmen. Alle waren sehr traurig, dass diese schöne Woche so schnell vorbeiging, doch wir sind uns sicher, dass wir uns irgendwann wiedersehen werden.

Lisa Arndt und Anna Hasler, Q1

Frankreich-Austausch Teil 2: Compiègne am FMG

Unser diesjähriger Frankreichaustausch mit Compiègne erlebte seine Fortsetzung in Giesenkirchen: In der ersten Maiwoche besuchten uns (2. bis 9. Mai) die französischen Gastschüler am Franz-Meyers-Gymnasium! Ungeduldig wurden die Corres schon erwartet und am Asternweg in Empfang genommen. Nach der Begrüßung durch Herrn Bruder konnten unsere Gäste mit den deutschen Austauschpartnern nach Hause gehen und den ersten Abend in den Gastfamilien verbringen. Man kannte sich ja bereits!

Der erste Ausflug am Mittwoch führte uns nach Münster, wo die Stadt und der Friedenssaal des Rathauses im Rahmen einer Stadtführung besichtigt wurden.

MünsterAm Donnerstag stand der gemeinsame Ausflug nach Köln auf dem Programm. Hier konnten die deutschen und französischen Correspondants gemeinsam Zeit verbringen und die Stadt entdecken.

Freitags durften wir staunen über die „Wunder der Natur“: Im Gasometer in Oberhausen wurden wir durch die aktuelle, sehr beeindruckende Foto-Ausstellung geführt, die unbekannte Einblicke in die Tier- und Pflanzenwelt ermöglicht.

Am Wochenende hatten nun die französischen Schüler die Gelegenheit, das Leben in den Gastfamilien kennenzulernen. Sie nutzten die Zeit für Unternehmungen, Ausflüge in die Umgebung und Treffen mit anderen Correspondants.

IMG_5384editDer Schulalltag an einer deutschen Schule stand am Montag am FMG auf dem Programm: Die französischen Austauschschüler schnupperten in verschiedene Fächer und verschiedene Klassen hinein. So bekamen sie einen Eindruck, wie der Schulalltag ihrer deutschen Correspondants aussieht und konnten Unterschiede und Gemeinsamkeiten im Schulsystem entdecken.

In dieser Woche wurde viel gelacht, viel erlebt, viel Neues entdeckt, Freundschaften wurden vertieft: Die Franzosen wären gern noch in Mönchengladbach geblieben, alle waren beseelt und glücklich, und so flossen viele Tränen beim Abschied am Bus. Auch die zweite Woche des Frankreichaustauschs ist schnell vergangen – vielleicht bleiben Freundschaften bestehen! Erst als der Busfahrer mit lautem Hupen zum Aufbruch mahnte, konnten sich die deutschen und französischen Schüler trennen. Compiègne und Giesenkirchen liegen ja nur wenige Autostunden voneinander entfernt. Gegenseitigen Besuchen steht also nichts im Weg!

Vive l’amitié franco-allemande!

Petra Klein

Frankreich-Austausch Teil 1: Das FMG in Compiègne

Nunmehr 22 Jahre Austausch verbinden Compiègne und Giesenkirchen!

Bereits im März verbrachten 32 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 eine Woche in Compiègne. Viele hatten bereits vorher schon Kontakt zu ihren Correspondants aufgenommen. Dennoch wurde die erste Begegnung mit großer Spannung und Vorfreude erwartet.

Nach der Ankunft an unserer Partnerschule, dem Collège Jacques Monod, erfolgte die Begrüßung durch den französischen Schulleiter M. Gilliot und die Deutschlehrerin Madame Scholz, bevor unsere Schüler mit ihren Austauschpartnern in die Gastfamilien gingen.

Am ersten Tag stand der Empfang durch die Bürgermeisterin im Rathaus von Compiègne auf dem Programm. Sehr freundlich wurden wir dort im historischen Ratssaal begrüßt.

RathausCompiegneAm nächsten Tag fuhren wir in Richtung Norden, um die Stadt Lille im Rahmen einer Stadtführung kennenzulernen. Architektur, Geschichte, schöne Geschäfte und das Flair der Studentenstadt gefielen allen sehr. Mit einer Stadtrallye erkundeten die Schüler die Stadt, wobei auch Passanten angesprochen wurden, um an Informationen zu gelangen. Dieses eröffnete wiederum eine gute Gelegenheit, das bisher erlernte Französisch anzuwenden.

LilleMit dem Geschichtslehrer unserer Partnerschule wandelten wir am Freitag auf den Spuren des Ersten und Zweiten Weltkrieges. Mit Helmen auf dem Kopf konnten wir bei einer Führung die Gedenkstätte in den ehemaligen Steinbrüchen von Machemont besichtigen, die sowohl deutsche als auch französische Soldaten im Ersten Weltkrieg strategisch nutzten. Beim Picknick auf der Wiese vor den Steinbrüchen genossen wir die Frühlingssonne.

SteinbruchAnschließend erfolgte ein Halt in Noyon, um die Kathedrale und das Haus des Reformators Johannes Calvin zu besichtigen. Die Begehung des historischen Ortes endete am berühmten Bahnwaggon, in dem im November 1918 der Waffenstillstand unterzeichnet wurde, welcher den Ersten Weltkrieg beendete.

Das Wochenende verbrachten die Schüler jeweils in ihren Gastfamilien. So hatten sie die Möglichkeit, das französische Familienleben, die Kultur, französisches Essen und ihre Correspondants näher kennenzulernen.

Am Montag stand dann der Höhepunkt der Woche auf dem Programm: Paris! Vom Arc de Triomphe genossen wir die Aussicht auf Frankreichs Hauptstadt. Daraufhin konnten wir das Flair auf den Champs-Elysees erleben, bevor wir auf dem Weg nach Compiègne noch den Eiffelturm besichtigten.

ParisNun war der erste Teil des Austauschs schon fast zu Ende: Nach dem letzten Abend in den Familien und mit den neuen Freunden, hieß es am Dienstagmorgen am Bus Abschied nehmen! Nicht so leicht, aber der zweite Teil des Austauschs stand ja noch bevor!

Petra Klein

Tagebuch aus Compiègne

Frankreich 2016Nach dem ersten Teil des diesjährigen Frankreich-Austausches am FMG traten unsere Schülerinnen und Schüler Ende April den Gegenbesuch in Compiègne an. Hannah Otten (Klasse 9a), Lisa Schweimer und Anna Hasler (beide 9b) verfassten dazu das folgende lesenswerte “Tagebuch”. Das Foto zeigt die Gruppe im Schlossgarten von Chantilly.

22. April, 8.45 Uhr, Parkplatz am FMG. Jetzt beginnt die Fahrt nach Compiègne.

16 Uhr: Ankunft in Compiègne

Nach einer 7½-stündigen Busfahrt freuen wir uns auf unsere französischen Gastgeberinnen und Gastgeber. Nachdem wir von den Eltern abgeholt worden sind, verbringen wir den Tag in den Familien.

23. & 24. April: Wochenende in den Gastfamilien

25. April: Ausflug nach Amiens

10 Uhr: Besuch des Hauses von Jules Verne

In zwei Gruppen werden wir durch das Haus des berühmten französischen Schriftstellers geführt und können einen Einblick in sein aufregendes Leben gewinnen.

12 Uhr: Besichtigung der Kathedrale und Freizeit in der Stadt

26. April: PARIS!!!

11 Uhr: Rundgang in Paris

Nachdem wir uns den Eiffelturm angesehen haben, machen wir eine Rundfahrt auf der Seine mit den Bateaux-Mouches. Wir sehen fast alle weltbekannten Sehenswürdigkeiten, wie zum Beispiel Notre Dame oder das Palais de Justice. Danach laufen wir zum Arc de Triomphe und genießen eine kurze Freizeit, die wir zum Beispiel mit Shopping auf den Champs Elysées verbringen.

27. April: Ein Tag in Compiègne.

9 Uhr: Empfang im Rathaus von Compiègne

Die stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt hält eine Willkommensrede mit Informationen über die Stadtgeschichte und schenkt jedem von uns einen Anstecker mit dem Wappen der Stadt. Danach müssen die französischen Schülerinnen und schüler in den Unterricht am Collège Jacques Monod und wir haben Freizeit in der Stadt.

ab 12 Uhr: Nachmittag in den Familien

28. April: Ausflug nach Senlis und Chantilly

10 Uhr: Besuch des Schlosses von Chantilly

Wir gehen in den Schlossgarten und machen dort ein Gruppenfoto (s.o.). Danach fahren wir nach Senlis und gucken uns in unserer dreistündigen Freizeit die mittelalterliche Stadt an.

14 Uhr: Museum für Graffiti

29. April: Rückfahrt nach Giesenkirchen

Nach der gemeinsamen Woche fällt uns allen der Abschied sehr schwer, dennoch freuen wir uns, nach Hause zu kommen. Der Austausch war für uns alle etwas Besonderes und wir haben viele neue Freunde gefunden, die man hoffentlich bald wiedersehen wird!

Besuch aus Lodi

Foto Italienaustausch 2016Mitte April war es wieder so weit: Etwa 20 italienische Schülerinnen und Schüler aus Lodi (in der Nähe von Mailand) kamen zum Austausch mit dem FMG nach Deutschland. Nach einem Kennenlernwochenende in den Familien begann das “offizielle” Programm mit einer Besichtigung von Maastricht, geleitet von Herrn (Norbert) Jansen und – als Übersetzer – Herrn Dr. Ragazzi. Um die deutsche Wirtschaft kennenzulernen, besuchten wir am Dienstag die Firma Teekanne in Düsseldorf; anschließend zeigte uns Herr Hegmann in der Düsseldorfer Altstadt einige Sehenswürdigkeiten. Am Mittwoch fuhr die Gruppe mit dem Bus nach Aachen, wo wir im Dom eine Führung machten und danach Freizeit in der Stadt hatten, um z.B. shoppen zu gehen. Am selben Tag waren wir noch in der Eifelstadt Monschau. Tags darauf führte uns die Reise ins Ruhrgebiet, wo Herr Jansen uns die deutsche Stahlindustrie näher brachte. Das Shoppen im Oberhausener CentrO durfte natürlich nicht fehlen, später besuchten wir nebenan im Gasometer die Ausstellung “Wunder der Natur”. Am letzten Tag ihres Aufenthaltes lernten die Gäste unseren Schulalltag kennen und mussten dann wenig später auch schon abreisen – zum Glück folgt im September der Gegenbesuch in Italien!

Valentin Syben und Hendrik Renneberg (Jahrgangsstufe EF)

Finnland: Austausch mit Herz

Foto Finnland 2016In den Medien werden die Finnen gerne als schweigsames und unterkühltes Volk dargestellt. Nach dem diesjährigen Austausch müssen wir entschieden widersprechen: Bereits der Empfang am Flughafen in Helsinki war mehr als herzlich. Und bei derart netten Gastgebern verging die Woche im Januar wie im Flug. Zu der menschlichen Wärme kam, dass es zur Abwechslung mal keine -20°C in Sipoo waren, was uns Mitteleuropäern durchaus entgegen kam. Sehr gelegen kamen uns die vielen Eindrücke, die wir in der Woche sammeln durften. Der Abschied in Finnland fiel den meisten von uns nicht leicht.

Daher war die Vorfreude groß, als wir uns im April auf den Weg zum Düsseldorfer Flughafen machten, um unsererseits die finnischen Austauschschüler samt Lehrerin zu begrüßen. Alle waren gekommen, wenn auch ein Schüler mit Gehstützen ausgestattet war. Aber auch dies hielt uns nicht von einem abwechslungsreichen und spannenden Programm mit Besuchen in Düsseldorf und Köln ab, das viele Gelegenheiten zum gegenseitigen Austausch bot.

Aber irgendwann geht auch die schönste Zeit vorüber und es war der Moment des Abschieds gekommen. Es flossen einige Tränen auf beiden Seiten und vielfach besteht die Absicht, diesen Austausch durch gegenseitige Besuche individuell zu verlängern. Kurzum: Es war eine schöne Zeit, in der wir viele liebe Menschen und ihr alltägliches Leben in einem (zumindest manchmal) gar nicht so kühlen Land im Norden Europas kennengelernt haben.

Dr. Thorsten Peters

Gast aus Tschechien am FMG

Foto Maria und AnnetteSo wie es seit vielen Jahrzehnten den regelmäßigen Schüleraustausch am FMG gibt, so findet auch ein Lehreraustausch statt: Die 40jährige Maria Vokalova ist eine tschechische Lehrerin, die in einem Dorf ca. 130km von Prag entfernt Englisch unterrichtet. Das tschechische Bildungsministerium hat ein Programm aufgelegt, im Rahmen dessen sie verpflichtet ist, eine Woche lang in einer Schule eines anderen EU-Landes den Englisch-Unterricht zu beobachten und hilfreiche Tipps für ihren eigenen Unterricht zu gewinnen. Vom 27. September bis 3. Oktober 2015 hat sie daher ihren Mann und ihre zehnjährige Tochter zurückgelassen und ist am FMG zu Gast. Hier besucht sie Lerngruppen von Klasse 5 bis zur Q2. Für besonders spannend hält sie dabei bilinguale Stunden, in denen Biologie, Erdkunde oder Sozialwissenschaften in englischer Sprache unterrichtet werden. Auch für die Fachschaft Englisch ist der Besuch Maria Vokalovas interessant und bietet viele Ansatzpunkte für aufschlussreiche Gespräche, längst nicht nur über den Vergleich des tschechischen und deutschen Bildungssystems.

Nach nur wenigen Tagen fühlt sich Maria Vokalova „schon fast wie zuhause“ in der englischen Fachschaft. Und so wird dieser Besuch begleitet von Einladungen in die tschechische Republik und von dem Eindruck, neue Freunde – auch über Grenzen hinweg – gewonnen zu haben.

Annette Leuthen

20 Jahre Austausch mit Compiègne

IMG_0172-2Jedem politisch interessierten Menschen wird das Bild, das die EU momentan in der Öffentlichkeit abgibt, wohl nicht gefallen: Um die viel beschworene europäische Solidarität und den Gemeinschaftsgeist scheint es derzeit nicht gut bestellt – selbst der so wichtige deutsch-französische Motor der europäischen Integration lief schon einmal deutlich besser. Was aber auf hoher politischer Ebene so viele Probleme bereitet, ist im Kleinen manchmal viel einfacher und selbstverständlicher: Seit nunmehr zwei Jahrzehnten bemühen wir uns am FMG, den europäischen Gedanken bei jungen Menschen zu stärken, und dazu gehört auch, die Sprache, die Kultur und das Alltagsleben unseres größten Nachbarlandes hautnah in einer französischen Gastfamilie kennenzulernen.

Im Schuljahr 2014/15 ging der Austausch mit unserer französischen Partnerschule, dem Collège Jacques Monod in Compiègne, bereits in die zwanzigste Runde. Wie immer konnten die teilnehmenden 26 Schülerinnen und Schüler des FMG im März ein vielfältiges Programm in Frankreich erleben – vom Besuch in Amiens, der Hauptstadt der Region Pikardie, bis zum Parfümatelier in der ehemaligen königlichen Abtei von Chaalis, von der Besichtigung des Museums zur Frühindustrialisierung in Méru bis zum obligatorischen Ausflug nach Paris samt Bootsfahrt auf der Seine. Eine besondere Würdigung unserer langjährigen deutsch-französischen Zusammenarbeit war in diesem Jahr die Einladung zu einem Empfang in den Räumen der deutschen Botschaft in Paris. Auch beim Gegenbesuch der französischen Partner wurden abwechslungsreiche Exkursionen nach Aachen, Monschau, Bonn und Düsseldorf – mit einer Werksbesichtigung bei „Teekanne“ – angeboten.

Aktuell wird bereits der 21. Austausch vorbereitet: Vom 27. Januar bis zum 3. Februar 2016 haben wir unsere französischen Freunde zu Gast in Mönchengladbach, am 22. April werden wir zum einwöchigen Gegenbesuch nach Compiègne aufbrechen. Die Französisch-Fachschaft hofft einmal mehr auf viele begeisterte Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Christian Hegmann

Austausch mit Lodi: Schule im Gespräch

Podiumsdiskussion_gruppo_IIIIm Rahmen des jährlich stattfindenden Italienaustauschs mit dem Liceo Scientifico Gandini aus Lodi fand am 27. März eine große zweisprachige Podiumsdiskussion am FMG statt. Die Schülerinnen und Schüler stellten Politikern wie dem Mönchengladbacher Bürgermeister Klaus Schäfer, Frau Casella (italienisches Generalkonsulat Köln) und Frau Benati (Präsidentin des COM.IT.ES und Verantwortliche für mehrsprachige Projekte der Bezirksregierung Köln)  sowie Vertreterinnen und Vetretern des Forums des Dialogs für italienische Wissenschaftler in NRW ihre gemeinsame Woche vor. Natürlich präsentierten sie dabei ihr Programm sowohl auf Deutsch als auch auf Italienisch. Anschließend hatten sie Gelegenheit, den hochkarätigen Gästen Fragen zu stellen. Nach einer konzentrierten zweistündigen Diskussion wurden alle mit einem gemeinsamen rinfresco mit deutschen und italienischen Spezialitäten belohnt und die Gäste aus Lodi verabschiedet. Die Schülerinnen und Schüler vom FMG freuen sich auf den Gegenbesuch im September, wie die engagierten jungen Leute der WDR-Moderatorin Luciana Mella berichteten. Der Radiobeitrag mit den O-Tönen der Beteiligten wurde am 1. April im Funkhaus Europa gesendet – hier ist er zu hören: http://www1.wdr.de/radio/podcasts/fhe/radio_colonia106.html (I fatti del giorno del 01.04.14 ab Minute 23:50).